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EU-Außenbeauftragter nennt Erdoğans Äußerungen über Macron inakzeptabel

EU-Außenbeauftragter nennt Erdoğans Äußerungen über Macron inakzeptabel
Archivbild vom 05.01.2018: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan und der französische Staatschef Emmanuel Macron in Paris.
Josep Borrell, der Hohe Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, fordert die Türkei auf, die Auseinandersetzung mit Frankreich zu beenden. Die Äußerungen Erdoğans über Macron bezeichnet er als inakzeptabel. Hintergrund ist die Enthauptung eines Lehrers.

Die Aussagen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan über den französischen Präsidenten Emmanuel Macron, dass er eine psychologische Behandlung brauche, riefen bei Josep Borrell Empörung hervor, die er am Sonntag auf Twitter zum Ausdruck brachte.

Der französische Präsident Emmanuel Macron hält am 2. Oktober 2020 in Les Mureaux vor den Toren von Paris eine Rede, in der er seine Strategie zur Bekämpfung des Separatismus vorstellt.

Borrell betonte dabei, dass die Staats- und Regierungschefs der EU beim Gipfel am 1. Oktober eine Erklärung über die beabsichtigte Wiederaufnahme des politischen Dialogs mit der Türkei abgegeben hatten. Dieser Schritt erfordere aber den politischen Willen der Türkei. Anderenfalls würde sich das Land weiter isoliert.

Unterdessen hat Bundesaußenminister Heiko Maas die Angriffe des türkischen Präsidenten gegen den französischen Staatschef als neuen Tiefpunkt bezeichnet. Deutschland stehe im Kampf gegen islamistische Extremisten "solidarisch an der Seite Frankreichs", betonte Maas am Montag in Berlin. Er äußerte auch großes Verständnis für den Abzug des französischen Botschafters aus Ankara.

Erdoğan hatte dem französischen Präsidenten im Streit über die Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed Islamfeindlichkeit vorgeworfen und Macron als Krankheitsfall bezeichnet, der sich untersuchen lassen müsse. Er reagierte damit auf Macrons Aussagen über den Islam im Zusammenhang mit dem Terroranschlag im Pariser Vorort Conflans Sainte-Honorine, bei dem ein 18-jähriger Islamist am 16. Oktober einen Lehrer getötet hatte. Nach dem Vorfall warnte Macron, dass die französischen Behörden einen aktiven Kampf gegen die Träger radikaler Ideologien und die von ihnen geschaffenen Assoziationen aufnehmen werden.

Macron rief daraufhin seinen Botschafter in Ankara für Konsultationen zurück. Das Verhalten der Türkei sei inakzeptabel, teilte Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian mit.

(rt/dpa)

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