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30 Tonnen: Britisches Gericht spricht venezolanische Goldreserven dem Putschisten Guaidó zu

30 Tonnen: Britisches Gericht spricht venezolanische Goldreserven dem Putschisten Guaidó zu
Der selbst ernannte "Interimspräsident" und Putschist Juan Guaidó schüttelt am 21. Januar 2020 im britischen Außenministerium in London dem britischen Außenminister Dominic Raab die Hand.
Im Streit um die in der Bank of England lagernden venezolanischen Goldreserven im Wert von über 1,3 Milliarden US-Dollar hat ein britisches Gericht zugunsten des venezolanischen Oppositionsführers und selbst ernannten "Interimspräsidenten" Juan Guaidó entschieden.

Das Gold befindet sich in einem Tresor der Bank of England. Es wurde vom Vorstand der venezolanischen Zentralbank im Auftrag der amtierenden venezolanischen Regierung unter Präsident Nicolás Maduro angefordert, um die Folgen der COVID-19-Pandemie zu lindern und insbesondere Nahrungsmittel und Medizingüter erwerben zu können. Die Bank of England verweigerte aber die Herausgabe, weil die Goldreserven auch von der selbst ernannten Gegenregierung unter der Führung von Juán Guaidó beansprucht werden.

Wie zu Zeiten des englischen Freibeuters Sir Francis Drake: Die Queen begutachtet das von Venezuela geraubte Gold ... (Symbolbild)

Obwohl Guaidó für einen gescheiterten Militärputsch und einen ebenso gescheiterten Invasionsversuch von US-Söldnern verantwortlich zeichnet sowie nachweislich über Kontakte zu Drogenbossen verfügt, wird er von den USA und der EU als "Interimspräsident" anerkannt. Die große Mehrheit der internationalen Staatengemeinschaft erkennt aber nach wie vor den amtierenden Präsidenten Maduro an. 

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Das London High Court stellte nun in seinem heutigen Urteil fest, dass die britische Regierung eindeutig Guaidó als Staatschef Venezuelas anerkenne. Daraus folge notwendigerweise, dass Maduro nicht mehr als Präsident Venezuelas betrachtet werde, so der zuständige Richter. Die Verfügungsgewalt über die strittigen Goldreserven des venezolanischen Staates liege daher ebenfalls beim selbst ernannten Interimspräsidenten Guaidó. Die Anwälte der Maduro-Seite kündigten umgehend an, in Berufung zu gehen. Für Aufsehen sorgte die konkrete Formulierung des Gerichts:

Was auch immer die Grundlage für die Anerkennung sein mag, die Regierung Ihrer Majestät hat Herrn Guaidó unmissverständlich als Präsidenten Venezuelas anerkannt.

Warum befindet sich Venezuelas Gold im Vereinigten Königreich?

Die Bank of England gilt mit rund 400.000 Goldbarren als der weltweit zweitgrößte Verwalter von Goldreserven – nur die New Yorker Federal Reserve hat noch mehr Gold unter ihrer Obhut. 

Die Bank of England verfügt auch über einen der größten Goldtresore der Welt und verkündet immer wieder, wie stolz sie darauf sei, dass in ihrer mehr als 320-jährigen Geschichte noch nie Gold gestohlen wurde. Die Zentralbanken zahlreicher Länder verwenden die Bank zur Lagerung ihrer nationalen Goldreserven, unter anderem auch Venezuela. Eine Entscheidung, die sich nun bitter rächt. 

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