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"Thank you Bill for your leadership!" – Großer Danksagungsreigen der Ursula von der Leyen

"Thank you Bill for your leadership!" – Großer Danksagungsreigen der Ursula von der Leyen
Symbolfoto: Ursula von der Leyen und Bill Gates bei einer Pressekonferenz am 17. Februar 2017
Ursula von der Leyen dirigiert eine virtuelle Spendenkonferenz, um staatliches Geld für die private Entwicklung einer Impfung gegen das Coronavirus zu sammeln. Hinterher überschütten sich alle Beteiligten mit Lob und zum Teil überschwänglichen Danksagungen.

Über den Twitter-Account der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen rollte am Montag und Dienstag dieser Woche eine Welle an Danksagungen, deren Wucht und Pathos beeindruckend genannt werden muss. Hintergrund war die von der EU-Kommission am Montag durchgeführte virtuelle Spendenkonferenz, mit der auf den Spendenaufruf der "Global Response"-Initiative reagiert wurde.

"Thank you Bill for your leadership!" – Großer Danksagungsreigen der Ursula von der Leyen
Vor dem großen Sammeln: Ursula von der Leyen am Montag

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Diese Initiative, hinter der vor allem die "Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung" und die von dieser mitfinanzierte Weltgesundheitsorganisation (WHO) stehen, hatte vor zwei Wochen dazu aufgerufen, für die Entwicklung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus zu spenden. Bei der von der Kommissionspräsidentin geleiteten Geberkonferenz kamen am Dienstag 7,4 Milliarden Euro an Steuergeld zusammen.

Zu den größten Gebern zählen die EU-Kommission mit einer Milliarde Euro, Kanada mit umgerechnet 780 Millionen Euro, Deutschland mit 525 Millionen Euro, Frankreich mit 500 Millionen Euro und Großbritannien mit umgerechnet 442 Millionen Euro. Die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung selbst war mit 115 Millionen Euro dabei. Die Stiftung und zahlreiche Regierungen bezeichnen die Impfung eines Großteils der Bevölkerung als Schlüssel im "Kampf gegen das Coronavirus".

Und noch am Montag begannen die Danksagungen. Zunächst war der Belgier Charles Michel, Präsident des Europäischen Rates, an der Reihe. In der Danksagung an ihn steckte auch ein kleines Eigenlob:

Danke, Charles. Heute haben wir wirklich die Macht der globalen Gemeinschaft demonstriert.

Der Nächste war WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus, der sich zuvor in einem Tweet "geehrt" gezeigt hatte, an der Konferenz teilzunehmen:

Als jemand, der seine ganze Karriere globalen Gesundheitsinitiativen gewidmet hat, Dr. Tedros, ist es gut, Sie bei diesem Vorhaben auf unserer Seite zu haben. Danke!

Auf Französisch folgte dann eine Danksagung an Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron für dessen Unterstützung. Deutlich blumiger fiel der Dank der früheren deutschen Verteidigungsministerin an die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel aus:

Vielen Dank, Frau Bundeskanzlerin, vielen Dank, Angela! Das ist beeindruckend und gibt uns Schwung.

Es folgen Danksagungen an das deutsche Finanzministerium, die norwegische Ministerpräsidentin Erna Solberg (auf Norwegisch) und, etwas ausführlicher, den kanadischen Premierminister Justin Trudeau:

Thank you et merci beaucoup, Justin. Sie haben die Global Response-Initiative von Anfang an stark unterstützt. Es ist so gut, Sie bei uns zu haben.

Anschließend waren die Ministerpräsidenten Italiens, Spaniens und Schwedens an der Reihe, Giuseppe Conte, Pedro Sánchez und Stefan Löfven (Grazie Giuseppe, Gracias Pedro, Tack så mycket, Stefan!), dann jene Portugals und Kroatiens. Der Präsident der US-amerikanischen National Academy of Medicine wird ebenso mit Dank bedacht wie die Premierminister Irlands und Dänemarks, der österreichische Bundeskanzler und die Außenminister Lettlands und Mexikos.

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Nach Danksagungen an den Oman und Finnland war Saudi-Arabien an der Reihe. Und hier fielen die Worte der Deutschen etwas herzlicher aus:

Vielen Dank, Saudi-Arabien, für Ihre unermüdliche Arbeit, dieses Thema ganz oben auf die Tagesordnung der G20 zu setzen.

Es folgte eine mit einem Video unterlegte Danksagung an alle Beteiligten, in der eine strahlende von der Leyen noch einmal deutlich macht, welche Bedeutung sie dem Impfprojekt beimisst:

Nochmals vielen Dank an alle, die zu diesem Erfolg beigetragen haben! Unser nächster Meilenstein wird die Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft und der globalen Gemeinschaft der Bürgerinnen und Bürger sein. Das wird ein langer Kampf, aber heute können wir in der Tat sagen: Die Welt ist vereint gegen das Coronavirus.

Die nächsten Danksagungen gingen an den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan und, eine Spur herzlicher, an den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu.

Die Danksagung an UN-Generalsekretär António Guterres, der in einem Tweet die Spendenzusagen gewürdigt hatte, fiel vergleichsweise trocken aus:

Danke, António Guterres!

Nun folgte die britische Regierung. Von der Leyen bedankte sich brav für deren zugesagte Spenden:

Danke für Ihre Großzügigkeit!

Dann antwortete von der Leyen auf einen Tweet von Melinda Gates, der Ehefrau des Microsoft-Gründers Bill Gates – und mit diesem Vorsitzende der Gates-Stiftung. Die Kommissionspräsidentin pries die Rolle des Paares beim Zustandekommen der Initiative:

Vielen Dank, Melinda und Bill, für Ihre Führung und Ihr Engagement!

Nach dem estnischen Ministerpräsidenten wurde auch das von US-Konzernen dominierte Weltwirtschaftsforum (WEF) gelobt, das vor Kurzem erst einen Aktionsplan erarbeitet hatte, um digitale Technologien in der Corona-Krise besser zu nutzen, natürlich zum Nutzen der Bürger. 

Mit Dank bedachte Ursula von der Leyen auch die Europäische Investitionsbank, die Weltbank und Seth Berkley, den Chef der ebenfalls von der Gates-Stiftung finanzierten Impfallianz GAVI, der sich zuvor bei der Kommission für deren "erstaunliche Führung" bedankt hatte:

Danke, Dr. Berkley, für alles, was Sie tun.

Während Bill Gates und seine Verbündeten wie Ursula von der Leyen nicht müde werden, den Segen ihres Projekts zu betonen, sehen Kritiker den hier angepriesenen Weg einer Impfung gegen das Coronavirus als Irrweg. Die Entwicklung von Impfstoffen gegen veränderliche Erreger wie insbesondere Viren sei grundsätzlich problematisch. So gebe es bis heute keinerlei verlässlichen Impfschutz gegen Grippeviren, da ein Impfstoff immer nur gegen bereits bekannte Viren entwickelt werden kann.

Coronaviren sind wie die normalen Grippeviren (Influenzaviren) RNA-Viren und damit besonders veränderlich. Andererseits können Impfungen selbst mit grundsätzlichen Gesundheitsrisiken verbunden sein. In diesem Zusammenhang wird auch auf die Schweinegrippe-Impfung 2009 verwiesen.

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