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Lawrow: Türkei hat in Idlib "einige wichtige Verpflichtungen" nicht erfüllt

Lawrow: Türkei hat in Idlib "einige wichtige Verpflichtungen" nicht erfüllt
Russlands Präsident Wladimir Putin währen eines Treffens mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdoğan in Sotschi
Der russische Außenminister Sergei Lawrow hat in einem Interview darauf hingewiesen, dass die Türkei in Idlib einige wichtige Verpflichtungen nicht erfüllt habe, die Ankara aber eingegangen sei. Er rief die türkische Führung zur Einhaltung der Abkommen von Sotschi auf.

Ankara hat mehrere wichtige Verpflichtungen im Rahmen der mit Moskau getroffenen Vereinbarung über die Normalisierung der Lage in der syrischen Provinz Idlib nicht erfüllt. Das erklärte der russische Außenminister Sergei Lawrow in einem Interview mit der Rossijskaja Gaseta. Er stellte fest:

Panzerfahrzeuge der russischen Militärpolizei im syrischen Kobani, Oktober 2019.

Leider hat die türkische Seite zu diesem Zeitpunkt einige wichtige Verpflichtungen nicht erfüllt, die das Idlib-Problem insgesamt lösen sollten. Erstens haben sie es versäumt, die bewaffnete Opposition, die mit den Türken kollaboriert und zum Dialog mit der Regierung bereit ist, von den Terroristen der Nusra-Front – die sich zu 'Hayat Tahrir al-Sham' verwandelt hat – zu trennen.

Der zweite Aspekt, der mit den Risiken und Bedrohungen aus der Deeskalationszone Idlib zusammenhängt, besteht darin, dass Hunderte von Kämpfern, darunter auch Mitglieder der Nusra-Front und 'Hayat Tahrir al-Sham', nach Libyen verlegt wurden, damit sie sich an der Eskalation der Kämpfe in diesem Land beteiligen.

Ich möchte noch einmal betonen, dass Russland in Anbetracht aller genannten Faktoren dieses Problem nicht allein lösen kann, aber es kann für die bedingungslose und akribische Erfüllung der Vereinbarungen über Idlib kämpfen. Darüber sprechen wir mit unseren türkischen Partnern.

Der Außenminister unterstrich, dass die Terroristen in Idlib ihre Provokationen fortsetzen:

Vor zwei Tagen wurde buchstäblich ein Versuch unternommen, unsere Hmeimim-Basis mit einer Drohne anzugreifen. Dieser wurde von der Luftabwehr des Stützpunktes vereitelt. Der Beschuss von Stellungen der syrischen Armee und zivilen Objekten außerhalb der Idlib-Zone findet regelmäßig statt.

Ein Grund für diese Situation sei, so der russische Chefdiplomat, dass in Idlib keine entmilitarisierte Zone geschaffen wurde. Lawrow betonte:

Wir haben unsere türkischen Partner auch daran erinnert. Wir werden weiterhin für die Erfüllung aller Punkte der von den Präsidenten Russlands und der Türkei getroffenen Entscheidungen kämpfen.

Wir erhalten Informationen über den Einsatz der türkischen Streitkräfte in der Zone von Idlib, sowie über Zusammenstöße zwischen ihnen und den syrischen Streitkräften. Unser Militär überwacht diese Situation. Nach unseren bereits vom Generalstab verkündeten Daten rückten die türkischen Soldaten auf bestimmte Objekte in der Deeskalationszone Idlib vor, ohne uns zu warnen, so dass wir die syrische Armee nicht warnen konnten. Die Artillerieangriffe wurden durchgeführt, die türkische Seite droht nun mit Vergeltungsmaßnahmen. Das ist alles sehr traurig. Wir fordern die sorgfältige Erfüllung der Idlib-Abkommen von Sotschi der Jahre 2018 und 2019.

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