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Berichte: Syrisch-türkische Annäherung gegen US-unterstützten kurdischen Separatismus?

Berichte: Syrisch-türkische Annäherung gegen US-unterstützten kurdischen Separatismus?
Damaszener mit den Fahnen der Türkei und Syriens während eines Besuchs des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und des damaligen türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan, Dezember 2009.
Seit dem Ausbruch des Syrien-Konflikts verfolgt die Türkei einen feindseligen Kurs gegenüber Syrien. Doch nach einem Treffen der Geheimdienstchefs beider Staaten ist eine Annäherung im Gespräch – unter anderem aufgrund der Kurdenmiliz YPG, die von den USA unterstützt wird.

Am Rande eines Treffens von Vertretern der verfeindeten Fraktionen im libyschen Bürgerkrieg in Moskau Anfang der vergangenen Woche fand ein weiterer wichtiger Kontakt statt, allem Anschein nach ebenfalls von Russland vermittelt. Wie die syrische Nachrichtenagentur SANA berichtete, trafen sich die Geheimdienstchefs der Türkei und Syriens am 13. Januar. An dem Treffen seien auch einige russische Vertreter anwesend gewesen. Die syrische Seite habe die Türkei dazu aufgerufen, die Souveränität und territoriale Integrität Syriens zu respektieren und sich unverzüglich und vollständig aus syrischen Gebieten zurückzuziehen.

Der türkische Analyst Metin Gürcan zieht daher in einem Kommentar für das Nachrichten- und Analyseportal Al-Monitor den Schluss, dass es die syrische Regierung gewesen sei, die das Treffen öffentlich machen wollte. Zudem berichtet das Nachrichtenportal unter Berufung auf Quellen in Ankara, dass das Treffen stattgefunden habe, nachdem der russische Präsident Wladimir Putin während seiner Unterredung mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdoğan am 8. Januar vorgeschlagen hatte, die niedrigschwelligen Kontakte zwischen der Türkei und Syrien auf eine höhere Ebene zu heben. Syrien habe die Türkei aufgefordert, einen Zeitplan für den Rückzug türkischer Truppen vorzulegen, so Al-Monitor.

Die türkische Seite dagegen habe betont, dass die Türkei die territoriale Integrität und Souveränität Syriens anerkennt, und erklärt, dass ihre Militärpräsenz in Syrien nur vorübergehend ist. Gegenüber der Verstärkung der militärischen Präsenz der USA östlich des Euphrats und deren Unterstützung für die kurdische YPG-Miliz müssten – so die türkische Regierung – Ankara und Damaskus eine gemeinsame Strategie entwickeln. Die türkische Seite habe den syrischen Vertretern auch auf anderen Gebieten eine Zusammenarbeit in Aussicht gestellt.

Diese veränderte Tonlage in Ankara veranlasst manche Beobachter, mittelfristig eine Annäherung zwischen der Türkei und Syrien für möglich zu halten. Möglich sei, so Metin Gürcan, ein Abkommen, mit dem die Türkei Idlib, welches von islamistischen Rebellen mit Unterstützung durch Ankara kontrolliert wird, an die syrische Armee abtritt. Das könnte im Gegenzug geschehen für einen verstärkten Druck aus Moskau auf den libyschen Kommandeur Chalifa Haftar, seine Offensive auf die von der UNO anerkannte Regierung in Tripolis einzustellen.

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Die Möglichkeit einer türkisch-syrischen Détente sei zudem wahrscheinlich, weil sich die kurdische YPG-Miliz bisher einem Abkommen mit der syrischen Regierung verweigert, obwohl russische Diplomaten und Militärs schon seit längerer Zeit versuchen, zwischen beiden Seiten zu vermitteln. Aber die verlängerte Präsenz des US-Militärs scheint die kurdische Führung davon abzuhalten, sich von ihren separatistischen Bestrebungen zu lösen.

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