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Baschar al-Assad: Ausländische Terroristen werden vor syrische Gerichte gestellt

Baschar al-Assad: Ausländische Terroristen werden vor syrische Gerichte gestellt
Baschar Al-Assad bei einem Truppenbesuch in Idlib im Oktober 2019
Was passiert mit den ausländischen Dschihadisten in kurdischen Gefängnissen, wenn die syrische Regierung die Kontrolle über die Kurdengebiete zurückerlangt? Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat eine eindeutige Antwort: Jeder Terrorist kommt vor syrische Gerichte.

Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat angekündigt, dass auch ausländische Terroristen im Machtbereich seiner Regierung vor syrische Gerichte gestellt werden. In einem Interview mit dem französischen Magazin Paris Match wurde der Präsident gefragt, was mit ausländischen Dschihadisten in kurdischen Gefängnissen passieren wird, wenn die Gebiete im Nordosten nach einem Abkommen der Kurden mit der Regierung wieder unter die Kontrolle des Zentralstaats geraten. Darauf erklärte Assad: 

Jeder Terrorist in den vom syrischen Staat kontrollierten Gebieten wird syrischem Recht unterliegen, und das syrische Recht ist in Bezug auf den Terrorismus eindeutig. Wir haben Gerichte, die auf Terrorismus spezialisiert sind, und sie werden verfolgt.

In dem Gespräch widersprach der syrische Präsident auch der US-amerikanischen Darstellung vom Tod des IS-Führers Abu Bakr al-Baghdadi. Gefragt, ob ihm der Aufenthaltsort al-Baghdadis bekannt gewesen sei und er den USA Informationen weitergegeben habe, sagte Assad:

Ich lache immer, wenn diese Frage gestellt wird, denn die wichtigere Frage, die gestellt werden sollte, ist: Wurde al-Baghdadi wirklich getötet oder nicht? Und hat dieses von den Amerikanern inszenierte "fantastische Schauspiel" in Wirklichkeit stattgefunden?

Dass sich US-Präsident Donald Trump danach bei ihm bedankt habe, sei einer von Trumps "netten Witzen" gewesen. Auf die Frage, ob Syrien den achtjährigen Krieg auch ohne russische und iranische Hilfe gewonnen hätte, hatte Assad keine eindeutige Antwort:

Krieg ist hart und nicht einfach, und wir sind keine Supermacht. Wir haben gegen die reichsten und mächtigsten Länder der Welt gekämpft. Logischerweise besteht kein Zweifel daran, dass die Unterstützung unserer Freunde die Verluste verringert und uns geholfen hat, unsere Territorien zurückzuerobern.

Ob die Regierung ohne diese Unterstützung den Krieg ganz verloren hätte oder es zu einer Teilung des Landes gekommen wäre, sei eine hypothetische Frage. Es sei manchmal schwierig, das Ergebnis eines Tennisspiels vorherzusagen, viel schwieriger noch den Ausgang eines Krieges mit Dutzenden von Akteuren und Hunderttausenden von Kämpfern. 

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