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Riad testet Luftalarmsirenen für den Fall eines Krieges mit Iran

Riad testet Luftalarmsirenen für den Fall eines Krieges mit Iran
Colonel Turki bin Saleh al-Malki, Sprecher des saudischen Verteidigungsministeriums, präsentiert bei einer Pressekonferenz am 18. September die Auswertung der ersten Untersuchungsergebnisse des Angriffs auf die Ölanlagen, die eine iranische Urheberschaft zeigen sollen.
Nach den Angriffen auf saudische Ölanlagen am vergangenen Wochenende wurden am Donnerstag in der Hauptstadt Riad die Luftalarmsirenen getestet. Bei den Menschen löste diese Maßnahme Ängste vor einem bevorstehenden Krieg mit dem Iran aus. Die Herrscher geben sich betont kämpferisch.

Am Donnerstagmorgen wurden die Bewohner der Hauptstadt des wahhabitischen Königreiches mit SMS-Nachrichten darüber informiert, dass ab 13 Uhr Luftalarmsirenen getestet werden. Diese sollen im Falle von Luft- oder Raketenangriffen die Menschen vor dieser Gefahr warnen und sie auffordern, in Luftschutzbunkern oder Kellern Zuflucht zu suchen. Angesichts der kritischen Lage nach den Angriffen auf die Ölanlagen blicken viele Bewohner mit Sorge auf die weitere Entwicklung.

Nachdem fast sechs Tage ohne eine Reaktion der USA verstrichen waren, flog Saudi-Arabien in den frühen Morgenstunden am Freitag Luftangriffe auf "legitime militärische Ziele" im Jemen, wie der saudische Sender Ekhbariya TV verkündete. 

Mehr zum Thema - "Akt des Krieges": US-Außenminister macht Iran für Angriff auf saudische Ölanlagen verantwortlich 

Unterdessen gibt sich das Königshaus der Al Saud betont kampfbereit. Die Militärs lieferten den USA eine lange Liste mit möglichen Vergeltungsschlägen gegen den Iran, nachdem Teheran für die Angriffe vom 14. September verantwortlich gemacht wird. Allerdings konnte keine der Parteien bisher eine definitive iranische Urheberschaft nachweisen. Als mögliche in Frage kommende Ziele gelten Angriffe auf Ölanlagen (vermutlich in Bandar Abbas), Radaranlagen der Revolutionsgarde oder auch Cyberangriffe auf die iranische Infrastruktur. US-Außenminister Mike Pompeo twitterte nach seinem Treffen mit Kronprinz Mohammed bin Salman in Dschidda:

Die USA stehen Saudi-Arabien bei und unterstützen ihr Recht auf Selbstverteidigung. Das bedrohliche Verhalten des iranischen Regimes wird nicht toleriert.

Auch Pompeos Amtskollege in Teheran, Mohammed Dschawad Sarif, meldete sich daraufhin über Twitter zu Wort und nahm Bezug auf die Behauptung, dass es sich bei dem Angriff um einen "Akt des Krieges" des Irans gehandelt haben soll:

Akt des Krieges oder Agitation für (einen) Krieg? Überreste des B-Teams (gemeint sind der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman und Mohammed bin Zayed Al Nahyan von Abu Dhabi/Anm.) versuchen, Donald Trump in einen Krieg zu verleiten. Um ihres eigenen Willens, sie sollten dafür beten, dass sie nicht bekommen, wonach sie suchen.

Prinz Faisal bin Farhan, der saudische Botschafter in Deutschland, trug die rhetorischen Drohgebärden auch in Berlin aus und meinte, dass "alles auf dem Tisch steht" und eine militärische Auseinandersetzung mit dem Iran nicht ausgeschlossen werden kann. Sevim Dağdelen, Bundestagsabgeordnete der Linken, erklärte dazu:

Das Säbelrasseln des saudischen Botschafters in Deutschland, Prinz Faisal bin Farhan al-Saud, gegenüber dem Iran ist unerträglich und nicht akzeptabel. Es kann nicht sein, dass der Vertreter der saudischen Diktatur von Deutschland aus mit Krieg droht.

Zudem forderte Dağdelen in einer Presserklärung, dass die Bundesregierung den Botschafter einbestellen sollte, "um klarzustellen, dass seine Kriegsdrohungen gegen den Iran mit seinem diplomatischen Status hier unvereinbar sind". 

Mehr zum Thema - Russland: Lawrow fordert eine "objektive" Untersuchung der saudischen Ölangriffe 

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