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Syrische Armee erzielt Durchbruch bei der Rückeroberung Idlibs

Syrische Armee erzielt Durchbruch bei der Rückeroberung Idlibs
Vor dem Angriff: Soldaten in Idlib am Donnerstag der vergangenen Woche
Die syrische Armee hat mit ihrem Vorstoß auf Chan Scheichun einen möglicherweise entscheidenden Durchbruch bei der Befreiung der Provinz Idlib erzielt. Die Dschihadisten versuchen, sich durch die Flucht nach Norden einer drohenden Einschließung zu entziehen.

Die syrische Armee ist offenbar dabei, die Stadt Chan Scheichun einzunehmen. Chan Scheichun ist eine der größten Städte der Provinz Idlib, die von der terroristischen Miliz Haiat Tahrir al-Scham kontrolliert wird. Der Ort liegt an der strategisch wichtigen Straße M5, die von Damaskus nach Aleppo führt. Vorausgegangen waren Luftangriffe und Artilleriebeschuss.

Die Regierungstruppen unter Führung der Tiger-Einheit begannen ihren Vorstoß am Sonntagabend vom Westen her. Bereits nach kurzer Zeit eroberten sie einen Hügel, der ihnen die Feuerkontrolle über die M5 sichert. Mittlerweile sollen sie nach bisher unbestätigten Angaben türkischer Quellen Chan Scheichun sowie zwei weitere Orte unter ihre Kontrolle gebracht haben. Nach anderen Berichten wird in der Stadt gekämpft.

Der Nachschub der Dschihadisten ist abgeschnitten; sie stehen in diesem Gebiet kurz davor, vollständig eingeschlossen zu werden. Nach Berichten der regierungsfreundlichen Al-Masdar News versuchen die Militanten bereits, sich abzusetzen.

Die regierungsfeindliche "Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte" erklärte gegenüber der dpa:

Das ist ein entscheidender Sieg für die Regierungstruppen.

Die russische Luftwaffe unterstützte die Armee durch die Bombardierung von Stellungen und Nachschub der Dschihadisten. Der Blog Moon of Alabama beschreibt die Rückeroberung Chan Scheichuns und das damit verbundene Aufbrechen der Front als möglichen Auftakt einer "tiefen Operation", die zur Befreiung großer Teile der Provinz führen könnte.

Türkische Soldaten auf einem Aussichtsturm des Atmeh Grenzübergangs, an der türkisch-syrischen Grenze.

Die syrischen Erfolge in Idlib haben zu Spannungen mit der Türkei geführt. Am Montagmorgen stoppte ein russischer Luftschlag einen türkischen Konvoi, der den Dschihadisten Verstärkung bringen sollte. Die Russen waren vorsichtig genug, nicht die Türken selbst anzugreifen, ein dem Konvoi offenbar vorausfahrendes Fahrzeug der Dschihadisten wurde getroffen, ein Anführer getötet.

Kritik der Türkei an dem Luftschlag wies Damaskus zurück und warf Ankara seinerseits in einer von der Nachrichtenagentur SANA verbreiteten Stellungnahme vor, die kollabierenden Terroristen in Idlib mit allen Mitteln zu unterstützen.

Unterdessen berichtet die russische Seite Avia.pro, dass am Montag zwei russische Kampfflugzeuge vom Typ SU-35 am Himmel über Idlib zwei türkische F-16 abgefangen und zum Verlassen des syrischen Luftraums gezwungen hätten.

Die USA reagierten ungehalten auf die Erfolge der syrischen Streitkräfte in Idlib. Außenamtssprecherin Morgan Ortagus schrieb auf Twitter, das "Assad-Regime" und seine Verbündeten müssten nun zum Waffenstillstand in Idlib zurückkehren. Den Luftschlag auf (oder genauer: vor) den türkischen Konvoi nannte sie "rücksichtslos". Ortagus kritisierte auch die angeblichen "bösartigen Angriffe auf Zivilisten, humanitäre Helfer und die Infrastruktur" und setzte damit wohl den Ton für die westliche Berichterstattung der kommenden Tage.

Der ehemalige UN-Waffeninspekteur Scott Ritter kritisierte die Äußerungen der Sprecherin des Außenamts. Ebenfalls auf Twitter schrieb er:

In dieser Mitteilung fehlt der Fakt, dass die SAA den Dschihadisten in den vergangenen Wochen Verluste in Höhe von fast 2.000 Gefallenen beigebracht und selbst 1.200 Mann verloren hat. Der türkische Konvoi wollte al-Qaida in Chan Scheichun Nachschub bringen. Kontext bringt Perspektive.

Mehr zum Thema - Nebensja: Westliche Länder wollen "eine terroristische Präsenz in Idlib aufrechterhalten"

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