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Israel hat über 80 geheime Atomwaffen laut SIPRI, aber wirft Iran nukleare Besessenheit vor

Israel hat über 80 geheime Atomwaffen laut SIPRI, aber wirft Iran nukleare Besessenheit vor
Benjamin Netanyahu warnt auf einer UN-Generalversammlung vor dem iranischen Atomprogramm.
Israel hat laut dem jüngsten Bericht der schwedischen Stiftung SIPRI ein nicht deklariertes Atomwaffenarsenal von schätzungsweise 80 bis 90 Waffen. Zeitgleich wirft es dem Iran ständig vor, Atomwaffen beschaffen zu wollen, und schwor, Teheran mit Gewalt zu stoppen.

Es gibt neun Nationen auf der Welt, die derzeit über Atomwaffen verfügen, so das Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) in seinem kürzlich veröffentlichten Jahrbuch über den Stand der Rüstung und die internationale Sicherheit. Die weltweiten Vorräte an Nuklearwaffen sanken von 14.465 zu Beginn des vergangenen Jahres auf etwa 13.865 in diesem Jahr, schätzt der Bericht ein, die USA und Russland ihre Versprechen aus dem im Jahr 2010 unterzeichneten neuen START-Vertrag einhielten.

Israel, dessen Politik den Besitz von Atomwaffen weder bestätigt noch verneint, hat zwischen 80 und 90 Sprengköpfe in seinem Lager, so viel wie im Jahr zuvor, so das Institut.

Diese Analyse kommt zu einer Zeit, in der die Spannungen zwischen dem Iran auf der einen Seite und den USA und dem regionalen Verbündeten Israel auf der anderen Seite weiter zunehmen. Benjamin Netanjahu, Israels Ministerpräsident, führt seit Jahren eine Kampagne, in der er den Iranern vorwirft, unerschütterliche nukleare Ambitionen zu haben, unabhängig von der Existenz von Beweisen.

Die nationalen Sicherheitsberater der USA, John Bolton, und Russlands, Nikolaj Patruschew, werden vom 24. bis 26. Juni zu Besuch in Israel sein. In Jerusalem treffen sie sich dann auch mit dem israelischen Kollegen Meir Ben-Shabbat.

Im Jahr 2012 brachte der israelische Staatschef bekanntlich ein Diagramm zu einer Sitzung der UN-Vollversammlung, das angeblich die Fortschritte des Iran beim Erwerb eines nuklearen Vorrichtung zeigt, auf dem eine buchstäblich rote Linie gezogen wird. Mit Donald Trump im Oval Office hat Israel seinen theatralischen Ansatz verdoppelt und der Welt ein Märchen über eine gewagte Spionageoperation erzählt, bei dem aus einem geheimen Lagerhaus in Teheran Dokumente zum Atomprogramm gestohlen wurden. Die Präsentation sollte Teherans Doppelzüngigkeit beweisen, jedoch haben Experten darauf hingewiesen, dass die meisten der enthüllten Dokumente alt und den iranischen Beobachtern bekannt waren.

Damals feuerte der Iran zurück und sagte, dass "keine Kunst- und Handwerksshow jemals verschleiern wird, dass Israel das einzige Regime in unserer Region mit einem 'geheimen' und 'nicht deklarierten' Atomwaffenprogramm ist."

Netanjahus letzter Vorstoß gegen Iran kam letzte Woche. Der Premierminister sagte, die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) habe berichtet, dass der Iran "sein Atomprogramm beschleunigt", und deutete damit an, dass Teheran eine Bedrohung darstellt.

Die IAEO bestätigte in der Tat, dass der Iran auf dem Weg sei, die im Atomabkommen festgelegte Grenze der Uranvorräte zu überschreiten, so wie es der Iran angekündigt hatte. Teheran erklärte, der Schritt sei eine Reaktion auf den Ausstieg der USA aus dem Abkommen vor mehr als einem Jahr sowie auf das Versäumnis der EU, amerikanische Sanktionen gegen Unternehmen zu umgehen, die es wagen, Geschäfte im Iran zu tätigen.

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