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Verstorbener ägyptischer Ex-Präsident Mursi: Herzinfarkt oder "Mord"?

Verstorbener ägyptischer Ex-Präsident Mursi: Herzinfarkt oder "Mord"?
Ein Mann hält ein Bild des ehemaligen ägyptischen Präsidenten Mohamed Mursi während eines symbolischen Trauergebets im Innenhof der Fatih-Moschee in Istanbul, Türkei, am 18. Juni 2019.
Die Muslimbrüder haben Ägypten vorgeworfen, absichtlich für einen "langsamen Tod" des früheren Präsidenten Mohammed Mursi gesorgt zu haben. Die Behörden wollen eine Untersuchung der Todesursache. Mursi wurde am Dienstag im Beisein seiner Familie beigesetzt.

Der ehemalige ägyptische Präsident Mohammed Mursi war am Montag während einer Gerichtsverhandlung zusammengebrochen. Nach einer rund 20-minütigen Rede wurde er ohnmächtig und starb wenig später im Krankenhaus. Wie die staatliche Nachrichtenseite al-Ahram unter Berufung auf medizinische Kreise meldete, hat der 67-Jährige einen Herzinfarkt erlitten. Die Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung der Todesursache an. Das Material der Überwachungskameras aus dem Gerichtssaal wurde beschlagnahmt und eine Autopsie angeordnet, erklärte Ägyptens Generalstaatsanwalt Nabil Sadek.

Der ägyptische Präsident Mohammed Mursi Tahrir Platz in Kairo, Ägypten, 13. Juli 2012.

Die Muslimbruderschaft, deren Mitglied Mursi lange Zeit war, spricht jedoch von Mord. Sie warf dem ägyptischen Staat vor, absichtlich für einen "langsamen Tod" des früheren Präsidenten gesorgt zu haben.

Sie haben ihn mehr als fünf Jahre in Einzelhaft gehalten, die Versorgung mit Medikamenten beschränkt und ihm schlechtes Essen gegeben", erklärte die Freiheits- und Gerechtigkeitspartei, die als politischer Arm der Muslimbrüder gilt, am Montag.

Auch die Nahost-Direktorin der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW), Sarah Leah Whitson, warf der Regierung in Kairo vor, sie habe es unterlassen, dem inhaftierten Mursi angemessene medizinische Versorgung zu gewähren.

Mursi stand in den letzten Jahren mehrmals vor Gericht 

Mursi stand am Montagnachmittag in einem Berufungsverfahren wegen angeblicher Spionage für Katar vor Gericht. Der 67-Jährige musste sich in den vergangenen Jahren mehrmals vor Gericht verantworten. So wurde er im April 2015 wegen der gewaltsamen Niederschlagung von Protesten zu 20 Jahren Haft verurteilt. Im September 2016 wurde er zu 25 Jahren verurteilt, weil er Geheimdienstinformationen an Katar weitergegeben haben soll.

Laut Mursis Anwalt war der 67-jährige während seiner Haft in schlechter gesundheitlicher Verfassung gewesen. "Wir haben mehrere Anträge auf Behandlung gestellt", sagte Abdelmoneim Abdel Maksud den Medieen. "Einige wurden genehmigt, andere nicht." 

Am Dienstag wurde Mursi im Beisein seiner Familie auf einem Friedhof für Anführer der Muslimbrüder im Osten Kairos beigesetzt. Dies teilte sein Sohn Ahmed über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Die Sicherheitsbehörden hätten eine Beerdigung im Familiengrab in seinem Geburtsort in der Provinz Scharkija untersagt. Mursi war 2012 als erster frei gewählter Präsident des Landes an die Macht gekommen. Das Militär stürzte den damals 60-Jährigen nach Massenprotesten im Juli 2013. Seitdem saß er im Gefängnis.

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