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Deal mit Fragezeichen: US-Armee soll IS-Gold aus Syrien abtransportiert haben

Deal mit Fragezeichen: US-Armee soll IS-Gold aus Syrien abtransportiert haben
Symbolbild: Ein Hubschrauber der US-geführten Koalition fliegt am 25. April 2017 über der nordöstlichen syrisch-kurdischen Stadt Derik, auf Arabisch bekannt als al-Malikiyah.
Übereinstimmenden regionalen Medienberichten zufolge soll die US-Armee in Kooperation mit der Kurdenmiliz YPG zahlreiche Tonnen Gold, die seinerzeit von der Terrormiliz "Islamischer Staat" im irakischen Mossul erbeutet wurden, aus Syrien abtransportiert haben.

Laut einer namentlich nicht genannten Lokalquelle, die mit der kurdischen Nachrichtenagentur Bas sprach, sollen US-Streitkräfte etwa 50 Tonnen Gold aus Gebieten abtransportiert haben, die von Terroristen des "Islamischen Staates" in der ostsyrischen Region Deir ez-Zour gehalten wurden.

Ein Teil des Goldes soll angeblich auch an die Kurdenmiliz YPG gegangen sein. Berichten zufolge wurde das übrige Gold von der US-Militärbasis in Kobani abtransportiert. Das Gold soll größtenteils aus der nordirakischen Stadt Mossul stammen, die der IS 2014 unter seine Kontrolle brachte.

Unterdessen wurden 40 Tonnen Goldbarren, die von IS-Terroristen aus der irakischen Provinz Mossul gestohlen wurden, auch von den US-Streitkräften übernommen.

Lokale Quellen, die mit staatlichen Nachrichtenagentur Syriens SANA sprachen, behaupteten, dass die YPG- und US-Truppen in der südlichen Region Hasaka große Kisten, gefüllt mit dem Goldschatz des IS, aus der Region al-Daschischa wegtransportiert haben.

Ein Foto vom 31. Januar 2019 zeigt US-Panzerfahrzeuge, die in der ostsyrischen Provinz Deir ez-Zor patrouillieren.

Den Quellen zufolge trafen US-Militärhubschrauber in Hadschun, Deir ez-Zor und al-Daschischa ein, um IS-Kämpfer, die sich den US-amerikanischen Truppen ergeben hatten, in Gewahrsam zu nehmen. Diese sollten dann schildern, wo sich die geplünderten Geld- und Goldverstecke befinden. Dabei schlossen beide Seiten einen Deal, wonach angeblich "Hunderte von Feldführern und Experten der Terrororganisation verschont" werden, so das Nachrichtenportal Al Masdar.

Die Behauptung fällt mit einem Bericht der den Rebellen nahestehenden und in Großbritannien ansässigen "Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte", kurz SOHR, zusammen, in dem es heißt, dass die von den USA unterstützte YPG auf der Suche nach 40 Tonnen Gold war, die von IS-Terroristen in Deir ez-Zor zurückgelassen wurden.

"Dieses Gold wurde der Zentralbank von Mossul gestohlen, der Wirtschaft in Syrien, die unter der Kontrolle des IS stand, und durch den Verkauf syrischer und irakischer Antiquitäten wie geschmuggelter Antiquitäten aus Palmyra, die über die Türkei an Schmuggler und Händler verkauft wurden", sagte der SOHR-Vorsitzende Rami Abdulrahman.

Irakische und kurdische Beamte erklärten der Washington Post letzten Dezember, dass IS-Führer Dutzende Millionen US-Dollar gewaschen hätten, indem sie im vergangenen Jahr in legale Unternehmen im gesamten Nahen Osten investiert hatten. Sie berichteten, dass große Mengen an Gold und Geld auch in der irakischen Wüste vergraben wurden.

Die syrische Gruppe "Raqqa Is Being Slaughtered Silently" berichtete im Juni 2015, dass der IS seinerzeit so weit ging, seine eigenen goldenen "Islamischer Dinar"-Münzen zu prägen.

Laut Colin Clarke, einem Experten für Terrorismusfinanzierung von der Soufan Group, könnte der IS Gold- und Geldreserven verstecken, um seine Aufstandsaktivitäten in der Region zu finanzieren, sobald sein physisches Kalifat verschwunden ist.

Obwohl der IS viele Hochburgen im Irak und in Syrien verlor, verhalf 2017 ein umstrittener Geheimdeal den Dschihadisten zu einer sicheren Evakuierung aus der damals belagerten Stadt Rakka.

 

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