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Trump bricht sein Versprechen: USA lassen 200 Soldaten in Syrien für "unbestimmten Zeitraum"

Trump bricht sein Versprechen: USA lassen 200 Soldaten in Syrien für "unbestimmten Zeitraum"
Ein Foto vom 31. Januar 2019 zeigt US-Panzerfahrzeuge, die in der ostsyrischen Provinz Deir ez-Zor patrouillieren.
Trotz der Versprechen von Präsident Donald Trump, US-amerikanische Truppen aus Syrien abzuziehen, hat das Weiße Haus nun beschlossen, die Präsenz vor Ort mit einer "kleinen Friedensgruppe" für einen unbestimmten "Zeitraum" aufrechtzuerhalten.

"Eine kleine Friedenstruppe von etwa 200 Personen wird für einen gewissen Zeitraum in Syrien bleiben", sagte Sarah Sanders, Sprecherin des Weißen Hauses, in einer Erklärung, ohne weitere Informationen zu geben.

Am Donnerstagabend tauchten Aufnahmen aus Nordostsyrien auf, die einen Koalitionskonvoi zeigten, der über den Semalka-Grenzübergang militärische Logistik und Humvee-Panzerfahrzeuge in das Gebiet der YPG brachte.

Trump überraschte die Welt bereits im Dezember, als er den Rückzug der USA aus Syrien ankündigte, ohne einen Zeitplan festzulegen. Die Initiative wurde im Pentagon nicht gut aufgenommen. Verteidigungsminister Jim Mattis reagierte mit der Einreichung seiner Kündigung. Sowohl Generäle als auch Politiker behaupten, dass die US-Präsenz in Syrien lebenswichtig wäre und dass die Terrorgruppe "Islamischer Staat" unweigerlich wieder aufsteigen wird, wenn alle etwa 2.000 Amerikaner gehen.

Der Rückzug der USA wird durch die Besorgnis über eine mögliche Offensive der Türkei in die Gebiete, die derzeit von der von den USA unterstützten Kurden-Miliz YPG kontrolliert werden, blockiert. Am Donnerstag telefonierte Trump mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdoğan zu diesem Thema.

Washington möchte, dass die Türkei einer Pufferzone im Nordosten Syriens zustimmt und erwägt auch, die syrischen Kurden trotz der starken Opposition Ankaras weiterhin zu bewaffnen. Die Türkei, die die YPG als syrischen Ableger der PKK einstuft, betrachtet den lokalen US-Partner als terroristische Miliz und möchte diese Gruppe von ihren Grenzen abdrängen, während sie einen anhaltenden Anti-Guerilla-Krieg gegen die PKK in Südostanatolien und im Irak führt.

US-Panzerfahrzeuge in Manbidsch, Nordsyrien

Der US-Senator Lindsey Graham, einer der engsten Verbündeten des Präsidenten, brach öffentlich mit Trump, als dieser den Abzug von US-Truppen bekanntgab. Nach der Ankündigung des Weißen Hauses lobte er jedoch die Entscheidung von Trump, einige US-Streitkräfte in Syrien "als Teil einer internationalen stabilisierenden Truppe" zu lassen.

"Eine Sicherheitszone in Syrien, die aus internationalen Streitkräften besteht, ist der beste Weg, um unsere nationalen Sicherheitsziele zu erreichen, nämlich die weitere Eindämmung des Iran, die dauerhafte Niederlage von ISIS, den Schutz unserer türkischen Verbündeten und die Sicherung der türkischen Grenze zu Syrien", erklärte Graham.

Die Entscheidung von Trump, einige US-Streitkräfte in Syrien zu halten, könnte den Weg für Frankreich und das Vereinigte Königreich ebnen, dem Beispiel zu folgen.

"Dies ist eine klare Richtung für unsere Verbündeten und Koalitionsmitglieder, dass wir in gewisser Weise vor Ort sein werden", sagte ein leitender US-Regierungsbeamter der Nachrichtenagentur Reuters, der namentlich nicht genannt wurde.

Die 200 Truppen werden zwischen al-Tanf, einem Gebiet nahe der irakisch-jordanischen Grenze, und Nordostsyrien aufgeteilt, berichteteCNN und zitierte einen anonymen US-Beamten, der mit diesen Entwicklungen vertraut ist. Das deutet darauf hin, dass die USA auch weiterhin eine direkte Landverbindung zwischen Damaskus und Bagdad unter dem Vorwand der Zurückdrängung des Iran blockieren werden.

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