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Erstschlag ausgeschlossen: Weder Indien noch Pakistan wollen einen Atomkrieg beginnen

Erstschlag ausgeschlossen: Weder Indien noch Pakistan wollen einen Atomkrieg beginnen
Ein Fahrzeug der indischen Armee, das mit Flugabwehrraketen bestückt ist, in Neu Delhi am 23. Januar 2019.
Trotz der Spannungen zwischen den nuklear bewaffneten Nachbarn, die nach einer tödlichen Explosion in Kaschmir ein gefährliches Niveau erreicht haben, ist eine direkte kriegerische Eskalation zwischen Indien und Pakistan höchst unwahrscheinlich.

Indien bleibt einer Politik des Nicht-Erstgebrauchs verpflichtet, sagte der ehemalige Premierminister Manmohan Singh am Sonntag und nannte sein Land einen "widerwilligen Atomwaffenstaat", dessen Bestreben, die ultimative Waffe zu erwerben, nie auf einer "militärischen Begründung" basierte, sondern auf Abschreckungsüberlegungen gegenüber Drohungen seines langjährigen regionalen Konkurrenten Pakistan.

Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman (R) wird vom pakistanischen Premierminister Imran Khan in Islamabad empfangen.

Pakistan seinerseits würde seinen Nachbarn nie angreifen, nicht zuletzt, weil ein solcher erster Schlag eine vernichtende Reaktion Indiens zur Folge hätte, erklärte der Vier-Sterne-Armeegeneral im Ruhestand und ehemalige Präsident des Landes Pervez Muscharraf am Freitag, nachdem die Grenzspannungen zwischen den Rivalen in Kaschmir auf ein neues, "gefährliches Niveau" eskaliert sind.

"Es wird keinen Atomangriff geben", betonte Muscharraf. Ein Konflikt zwischen beiden Ländern hätte dramatische Konsequenzen für die gesamte Region und würde sowohl Pakistan als auch Indien nicht weiterhelfen. Er fügte hinzu:

Wenn wir Indien mit einer Atombombe angreifen würden, dann könnte das Nachbarland uns mit 20 Bomben erledigen. Dann wäre die einzige Lösung, dass wir sie zuerst mit 50 Atombomben angreifen, damit sie uns nicht mit 20 Bomben treffen können. Bist du bereit, einen Erstschlag mit 50 Bomben zu starten?

Premierminister Narendra Modi, der im Mai vor einer Parlamentswahl steht, kommentierte, er habe den Sicherheitskräften freie Hand gelassen, um die Morde in Kaschmir zu rächen.

"Indien wird alle Instrumente unter seinem Kommando ausüben, ob diplomatisch oder nicht", sagte Arun Jaitley in Neu-Delhi. "Indien hat alle Möglichkeiten. Sie müssen nicht alle Möglichkeiten am ersten Tag ausschöpfen. Das ist kein einwöchiger Kampf. Es muss in verschiedenen Formen durchgeführt werden."

Neu-Delhi entsandte rund 10.000 zusätzliche Truppen und paramilitärische Kräfte in die betroffene Kaschmir-Region nach einem Selbstmordanschlag vom 14. Februar. Der Anschlag, bei dem 40 Menschen starben, richtete sich gegen die indische paramilitärische Polizei. Der Täter soll angeblich Mitglied des Terrornetzwerks Jaish-e-Mohammed gewesen sein. Unterdessen kursieren in den sozialen Medien Bildaufnahmen von zahlreichen Militärverlängungen Pakistans und Indiens an die gemeinsame Grenze.

Unter Bezugnahme auf Islamabads vermeintliche Unterstützung islamistischer militanter Gruppen fügte der indische Premier Narendra Modi hinzu:

Ich denke, Pakistan reitet in dieser Angelegenheit einen Tiger, und ein Tiger verschont nie seinen eigenen Reiter.

Pakistan sagte am Freitag, dass es den Hauptsitz von Jaish-e-Mohammed in einem südlichen Bezirk der Punjab-Provinz an der Grenze zu Indien beschlagnahmt habe.

Nach dem Terroranschlag in Kaschmir kam es in indischen Städten zu gewalttätigen Protesten (Jammu, 15. Februar).

"Denken Sie nicht einmal daran, Pakistan mit einem bösen Blick anzuschauen", warnte der pakistanische Außenminister Shah Mahmood Qureshi Indien am Sonntag und forderte die Führung des Landes auf, Zurückhaltung zu üben, während er betonte, dass Neu-Delhis "Kriegsrausch den Frieden und die Sicherheit der gesamten Region aufs Spiel setzt".

Pakistan weist alle Vorwürfe über eine Beteiligung am Bombenangriff zurück und schwur, Vergeltungsmaßnahmen zu ergreifen, sollte Indien beschließen, das Land anzugreifen.

"Wir haben nicht die Absicht, einen Krieg zu beginnen, aber wir werden mit voller Kraft auf die Bedrohung mit vollem Spektrum reagieren, das würde Sie überraschen", drohte Pakistans Generalmajor Asif Ghafoor am Freitag.

Der pakistanische Premierminister Imran Khan bot Indien am Mittwoch die volle Unterstützung Islamabads bei der Untersuchung des Anschlags in Kaschmir an. Auch hinsichtlich des Terrorismus unterbreitete Khan die Option auf einen Dialog.

Indien und Pakistan haben seit der Unabhängigkeit 1947 zwei Kriege um das geteilte Kaschmir geführt, dessen Gebiet von beiden Ländern beansprucht wird.

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