icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

USA wollen Stabilisierung Syriens mit Sanktionen verhindern

USA wollen Stabilisierung Syriens mit Sanktionen verhindern
Arbeiter planieren eine Autobahn, die Damaskus mit dem Norden Syriens verbindet. In vielen Teilen des Landes wird am Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur gearbeitet.
Laut NBC News will Washington eine Stabilisierung Syriens mittels Sanktionen untergraben. Sie sollen sich gegen russische und iranische Firmen richten, die sich am Wiederaufbau des kriegszerstörten Landes beteiligen. Der Sender beruft sich auf regierungsnahe Quellen.

Die US-Regierung arbeitet an einer neuen Strategievariante, um den Iran und mit ihm verbündete bewaffnete Kräfte aus Syrien zu drängen. Das berichtete NBC News am Dienstag unter Berufung auf regierungsnahe Quellen.

Eröffnungsfeier der 60.  Internationalen Messe in Damaskus, Syrien, 6. September 2018.

Die neue Strategie setzt demnach nicht mehr auf eine direkte militärische Konfrontation mit dem Iran in Syrien. Stattdessen sollen noch mehr politische und diplomatische Mittel genutzt werden, um das persische Land finanziell unter Druck zu setzen. Die Strategie soll auch Maßnahmen gegen Russland umfassen. So sollen iranische und russische Firmen mit Sanktionen belegt werden, die sich am Wiederaufbau Syriens beteiligen.  

Der US-Sender zitiert in diesem Zusammenhang Mark Dubowitz, den Vorstandsvorsitzenden der strikt anti-iranisch ausgerichteten Foundation for Defense of Democracies:

Es gibt eine echte Chance für die USA und ihre Verbündeten, das iranische Regime für die weitere Besatzung Syriens zahlen zu lassen.

Vor Tagen äußerte sich auch die Brigadegeneralin der US-Luftwaffe Leah Lauderback, die bis zum Juni die Geheimdienstarbeit der Operation Inherent Resolve koordinierte. Sinngemäß sagte sie gegenüber Al-Monitor, dass die USA eine Stabilisierung Syriens durch Russland, was auf einen "Wettbewerb der Großmächte" abziele, nicht hinnehmen könnten. Sie wirft Russland vor, in Syrien gezielt Ölfelder unter Kontrolle gebracht zu haben, um damit den Wiederaufbau des Landes zu finanzieren. Dass allerdings die US-Truppen gerade die ölreichen Gebiete Syriens besetzt halten, erwähnte Lauderback jedoch nicht.

Mehr zum Thema - Öl, Gas und Wasser: USA halten ressourcenreichstes Gebiet Syriens besetzt

Die Brigadegeneralin sagte wörtlich:

Ökonomisch wollten die Russen Ölfelder erobern, sie wollten Ausschreibungen und Verträge zur Entwicklung der syrischen Infrastruktur, um Syrien langfristig zu stabilisieren.

Westen macht gegen Wiederaufbau Syriens mobil

Ein Bagger beseitigt Schutt in Harasta, Ost-Ghouta, Juni 2018

Bereits im September erklärte der Syrien-Beauftragte des US-Außenministeriums James Jeffrey, dass die völkerrechtswidrig in Syrien stationierten US-Truppen – offiziell 2.200 Soldaten – auf unbestimmte Zeit weite Teile des Landes besetzt halten werden. Das gelte auch für den Fall, dass der "Islamische Staat" besiegt werde. Die US-Truppen würden mindestens bis zum Abzug der iranischen Kräfte im Land bleiben.

Jeffrey brachte zudem neue Sanktionen gegen Russland und den Iran ins Spiel und bekräftigte, dass die USA sich nicht am Wiederaufbau in Syrien beteiligen würden, solange dort Präsident Baschar al-Assad regiert. Außerdem setzte er einen Regime-Change in Syrien wieder auf die Agenda der US-Politik. So sprach er davon, dass die Präsenz der US-Truppen "die Bildung einer stabilen, ungefährlichen Regierung, die für alle Syrer und die internationale Gemeinschaft akzeptabel ist," gewährleisten soll.

Die USA und deren Verbündete wie Deutschland hintertreiben gezielt den Wiederaufbau in Syrien, unter anderem - laut Moskau - sogar mit einer geheimen UN-Direktive. Frankreichs Außenminister Jean-Yves Le Drian drohte im September, dass Assad den Krieg in Syrien wohl gewonnen habe, "aber nicht den Frieden".

Mehr zum Thema - Im Namen der Freiheit: Der Wunsch, Syrien zu destabilisieren, reicht Jahrzehnte zurück

Trends: # Krieg in Syrien

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen