Nahost

Saudi-Arabien: Etwas ist schief gelaufen beim Verhör des Journalisten Chaschukdschi

Der US-Außenminister ist in Riad, um mit dem saudischen König über das Verschwinden des Journalisten Chaschukdschi zu sprechen. Saudi-Arabien habe nach Berichten eingestanden, dass etwas "schief gelaufen" sei. Man habe ihn entführen, aber nicht töten wollen.
Saudi-Arabien: Etwas ist schief gelaufen beim Verhör des Journalisten ChaschukdschiQuelle: Reuters © Leah Millis

Von den US-Senatoren wurde der Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, unter Druck gesetzt, etwas zur Klärung des Falles um den verschwundenen Journalisten Dschamal Chaschukdschi zu unternehmen und notfalls Sanktionen einzuleiten. Die Führung in Riad drohte daraufhin mit Konsequenzen gegen die USA. Am Montag sprach Donald Trump mit dem saudischen König Salman, danach machte das Gerücht die Runde, dass der Journalist in der Tat verstorben sei. 

Saudi-Arabien soll an Bericht über Tod Chaschukdschis arbeiten

CNN will durch unbenannte Quellen darüber informiert worden sein, dass etwas während des Verhörs Chaschukdschis im saudischen Konsulat von Istanbul schief gelaufen sei. Die saudische Führung arbeite an einem Bericht, in dem der Tod Chaschukdschis durch das Verhör im Konsulat bestätigt würde. Das Ziel sei es gewesen, Chaschukdschi "nur" zu entführen und nicht zu töten. Bislang hatte Saudi-Arabien darauf beharrt, dass der Journalist das Konsulat wieder lebend verlassen habe. 

Der saudische Journalist Chaschukdschi lebte zuletzt in den USA. Er galt als Kritiker des saudischen Königreichs und fürchtete dadurch rechtliche Konsequenzen in seiner Heimat. Das Konsulat in Istanbul betrat er am 2. Oktober, um Scheidungspapiere abzuholen, damit er seine türkische Verlobte heiraten könnte. Diese wartete vergeblich vor dem Konsulat auf seine Rückkehr. Chaschukdschi wurde nicht mehr lebend gesehen. Schon vorher warnte er seine Verlobte, sie solle sich bei einem Freund und Vertrauten Erdoğans melden, sollte es zu einem Zwischenfall kommen. 

Die Familie Chaschukdschis forderte unterdessen eine unabhängige, internationale Kommission, um Aufklärung zu liefern. Die türkischen Behörden sind der Ansicht, Chaschukdschi wurde verhört, gefoltert und ermordet. Saudi-Arabien habe dazu ein 15-köpfiges Killerkommando einfliegen lassen. Die türkischen Behörden wollen auch über Video- und Tonaufnahmen verfügen, die beweisen sollen, dass Chaschukdschi ermordet wurde. 

Donald Trump sagte nach dem Telefonat mit dem saudischen König bin Salman:

Es klang für mich, als wenn dies schurkenhafte Mörder sein könnten - wer weiß. 

In der westlichen Presse als Held der Demokratie gefeiert, war Chaschukdschi tatsächlich ein Mitglied der Muslimbruderschaft. Den Wandel, den er in Saudi-Arabien einforderte, war der von einer Monarchie hin zu einem politischen Islam. 

Wurden Spuren in der saudischen Botschaft beseitigt? 

Am Dienstag schlossen türkische Behörden die Durchsuchung des Konsulats ab. Die Durchsuchung dauerte neun Stunden an. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan sagte daraufhin, dass einige Dinge in der saudischen Botschaft übertüncht worden seien: 

Meine Hoffnung ist, dass wir Schlussfolgerungen ziehen können, die uns so schnell wie möglich angemessene Auffassungen liefern können, denn die Ermittlung hat viele Aspekte betrachtet, wie etwa toxische Materialien und solche Dinge, die durch ein Überstreichen beseitigt wurden.  

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team