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Neue Satellitenbilder zeigen Nachwirkungen des israelischen Luftangriffs auf Latakia

Neue Satellitenbilder zeigen Nachwirkungen des israelischen Luftangriffs auf Latakia
© ImageSat International / Twitter
Freigegebene Satellitenbilder zeigen die Zerstörung durch Luftangriffe der israelischen Luftwaffe in der syrischen Provinz Latakia. Israel war gezwungen, die Schuld am Abschuss des russischen Aufklärungsflugzeugs Il-20 einzugestehen.

Das israelische Satellitenbildunternehmen ImageSat veröffentlichte am Mittwoch drei Fotos eines "Munitionslagers" in Latakia, die es vor und nach dem Luftangriff am Montagabend zeigen. Die drei Fotos, die auf Twitter veröffentlicht wurden, zeigen, dass das Gebäude beim Luftangriff vollständig zerstört wurde.

Israel gibt seine Luftangriffe in Syrien für gewöhnlich öffentlich nicht zu. Allerdings gestanden die IDF am Dienstag ihre Verantwortung sofoer ein, nachdem das russische Verteidigungsministerium israelische F-16-Jets identifiziert hatte, die am Angriff gegen syrische Einrichtungen in Latakia beteiligt waren. Die russische Seite erklärte, dass das Aufklärungsflugzeug Il-20 während des israelischen Angriffs von allen Radaren verschwunden sei.

Israelisches F-16-Kampfflugzeug

Moskau warf Israel vor, vor dem Angriff keine Vorwarnung gegeben zu haben, und sagte, dass die israelischen Jets das russische Flugzeug benutzt hätten, um ihre Bombardierung zu maskieren. Im Visier der Israelis feuerten syrische Luftabwehrkräfte Raketen ab. Eine Rakete schoss das russische Flugzeug Il-20 ab. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums waren dabei 15 Militärangehörige ums Leben gekommen.

Die IDF reagierte schnell mit einer Erklärung, dass ihre Luftangriffe auf eine syrische Armeeeinrichtung gerichtet waren, "von der aus Waffensysteme in den Iran und an die Hisbollah transferiert werden sollten". Am Dienstag brachten die IDF ihre "Trauer" über den Tod der russischen Crew an Bord der Il-20 zum Ausdruck. Das israelische Militär unterstrich seine Meinung, dass die Verantwortung für den Zwischenfall beim "Assad-Regime" liege.

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu rief den russischen Präsidenten Wladimir Putin am späten Nachmittag des 18. September – circa 18 Stunden nach dem Abschuss – an, um sein Beileid auszusprechen. Er bot an, seinen Luftwaffenchef mit einem ausführlichen Bericht nach Russland zu schicken.

Der israelische Generalmajor Amikam Norkin wird am Donnerstag in Moskau eintreffen und den Lagebericht über den Vorfall vorlegen, einschließlich "der Ergebnisse der IDF-Untersuchung zu dem Ereignis" und der vorliegenden "Informationen vor der Mission".

Neben Norkin werden nach Angaben der IDF auch Brigadegeneral Erez Maisel von der International Cooperation Unit sowie Offiziere der Geheimdienst- und Operationsdirektionen der israelischen Luftwaffe nach Russland kommen. Die Delegation soll auch Israels Schuldlosigkeit belegen und Moskau über "anhaltende iranische Versuche, strategische Waffen an die Terrororganisation Hisbollah zu übertragen und eine iranische Militärpräsenz in Syrien aufzubauen" informieren.

Der türkische Präsident Tayyip Erdogan spricht während einer Pressekonferenz mit dem iranischen Präsidenten Hassan Rouhani und dem russischen Präsidenten Vladimir Putin nach ihrem Treffen in Teheran, Iran am 7. September 2018.

Obwohl das russische Militär "diese provokativen Aktionen Israels als feindselig" verurteilte und sich "das Recht auf eine angemessene Reaktion" vorbehält, sagte Präsident Putin, der Grund für den Verlust des Flugzeugs sei vermutlich eher eine "Verkettung tragischer Ereignisse" denn eine absichtliche Provokation.

Der Angriff vom Montag kam nur wenige Stunden nach der Einigung auf die Entmilitarisierung der syrischen Provinz Idlib durch Russland und die Türkei. Idlib ist die letzte verbliebene Hochburg von Anti-Assad-Kämpfern in Syrien, darunter auch Extremisten, wie die al-Qaida-nahe Organisation Haiat Tahrir asch-Scham, ehemals als Dschabhat al-Nusra bekannt.

Auf Antrag von Damaskus entsandte Russland im September 2015 eine Expeditionstruppe nach Syrien, um der Regierung zu helfen, den "Islamischen Staat" und andere terroristische Gruppen zu besiegen.

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