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Israels Politik am Grenzübergang - Risiko für über 8.000 Krebspatienten im Gazastreifen

Israels Politik am Grenzübergang  - Risiko für über 8.000 Krebspatienten im Gazastreifen
Asmaa al-Bahnasawi denkt auch an ihre Kinder und ihre Familie - ihre Krebsbehandlung wurde wegen des Mangels an Chemotherapeutika verweigert.
Israel hat den seit Wochen geschlossenen Warenübergang in den Gazastreifen wieder geöffnet und erhofft sich Ruhe. Derweil ist durch die Sperrung das Leben von mehr als 8.000 Krebspatienten im Gazastreifen wegen Knappheit an medizinischer Ausstattung bedroht.

Israel hat den seit Wochen zumindest teilweise geschlossenen einzigen Warenübergang in den Gazastreifen wieder geöffnet. Damit können auch wieder gewerbliche Güter Kerem Schalom passieren.

Verteidigungsminister Avigdor Liebermann gab sich am Mittwoch pädagogisch streng. Dies sei

eine klare Botschaft an die Bewohner des Gazastreifens: Ruhe zahlt sich aus, Gewalt zahlt sich nicht aus."

Mehr zum Thema-Israel öffnet einzigen Warenübergang in den Gazastreifen wieder

Israelische Medien berichten seit mehr als einer Woche über Verhandlungen unter Vermittlung von Ägypten über einen Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas. Die Hamas hatte Gespräche mit Ägypten über eine Waffenruhe bestätigt, Israel offiziell nicht. Israels Erziehungsminister Naftali Bennett von der ultra-rechten Siedlerpartei hat ein entsprechendes Abkommen nun bereits im Vorfeld abgelehnt.

Israel rechtfertigt seine vor mehr als zehn Jahren begonnene Blockade des Gazastreifens, die auch von Ägypten mitgetragen wird, mit Sicherheitserwägungen.

Seit Monaten schicken Palästinenser aus dem Gazastreifen improvisierte Brandsätze angehängt an Drachen, wie hier, oder Luftballons nach Israel. Die Brände, die sie damit auslösen, haben bereits Millionenschäden verursacht.

Den Übergang Kerem Schalom hatte Israel am 9. Juli geschlossen, es fühlte sich von den brennenden Drachen bedroht. Zwei Wochen später öffnete Israel ihn zunächst wieder teilweise, blockierte aber daraufhin die Brennstoffversorgung des Gazastreifens.

Die Folgen der israelischen Besetzungspolitik müssen nun auch die Patienten des einzigen Krebsbehandlungszentrums im Gazastreifen tragen. Mehr als 8.200 Krebspatienten wurde wegen einer Knappheit an Chemotherapeutika bis auf Weiteres die Behandlung verweigert. Anfang dieser Woche kündigten die Gesundheitsbehörden in Gaza an, dass das al-Rantisi-Krankenhaus - das einzige Krankenhaus, das im Gazastreifen Krebspatienten behandelt, wie der Nachrichtensender Al Jazeera 
berichtet - aufgrund von Medikamentenmangel nicht mehr in der Lage sei, Patienten zu behandeln.

Tausende von Patienten wurden somit dem lebensbedrohlichen Risiko einer Verschlechterung ihrer Kondition ausgesetzt, warnte das Gesundheitsministerium am Montag.

Laut dem Sprecher der Behörde, Ashraf al-Qudra, gibt es etwa 6.100 ältere Tumorpatienten und 460 Kinder, die im al-Rantisi-Krankenhaus in Gaza medizinisch versorgt werden, darüber hinaus werden 1.700 Patienten mit "fortgeschrittenen Tumoren" im European Gaza Hospital im südlichen Bezirk Khan Younis behandelt. Die Ärzte teilten mit, dass die Situation auf Israels Schließung der Grenzen zurückzuführen sei, insbesondere des kommerziellen Grenzübergangs Kerem Abu Salem.

Neben Chemotherapeutika konnte andere medizinische Ausstattung nicht in den Gazastreifen gelangen, welche zur Durchführung von Strahlentherapie, Molekulartherapie, PET-Scans und Isotopenscans benötigt wird. Patienten haben kaum Ausweichmöglichkeiten. Wie al-Bahnasawi gegenüber Al Jazeera sagte, kann sie nicht einmal den Gazastreifen verlassen, um sich im Ausland behandeln zu lassen. Zudem hat Israel Vorgaben auferlegt, welche für Patienten und Angehörige schwer einzuhalten sind, wenn sie versuchen, Behandlung beispielsweise im Westjordanland zu erhalten.

Zum Beispiel müssen Kinder von einem Vormund begleitet werden, der über 50 Jahre alt ist, um reisen zu können. Oftmals sind Eltern aber Mitte Zwanzig oder deren Reisegenehmigung ist über lange Zeit aufgrund von "Sicherheitschecks" der israelischen Behörden aufgehoben worden.

Im Gazastreifen ist das Leben von mehr als 8.000 Menschen "stark bedroht", wie Khaled Thabet, Leiter der onkologischen Abteilung im al-Rantisi-Krankenhaus, mitteilte.

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