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Video bringt Engel von Gaza zu Fall: Getötete Krankenschwester soll Gaskanister geworfen haben

Video bringt Engel von Gaza zu Fall: Getötete Krankenschwester soll Gaskanister geworfen haben
Razan al-Najjar im Einsatz im Süden des Gazastreifens nahe der Grenze zu Israel, 1. April 2018.
Razan al-Najjar kam bei Protesten in Gaza durch Schüsse der IDF ums Leben. Die 21-Jährige war als Rettungsassistentin im Einsatz. Die Hamas machte sie zu einem Engel der Protestbewegung. Die IDF veröffentlichten nun ein Video, das einen anderen Aspekt zeigt.

Razan al-Najjar war das 119. Todesopfer im Zuge der Gewalt zwischen Demonstranten aus dem Gazastreifen und israelischen Sicherheitskräften seit dem 30. März. Die israelische Armee leitete eine Untersuchung ein. Das palästinensische Gesundheitsministerium und die Hamas bezeichneten Al-Najjar als "Märtyrerin", anti-israelische Gruppen und Akteure in aller Welt stellten den Tod der Krankenschwester als Beispiel für die vermeintliche Rücksichtslosigkeit der israelischen Sicherheitskräfte im Umgang mit den Protestteilnehmern dar.

Am Donnerstag veröffentlichte das israelische Militär nun ein Video, welches Razan dabei zeigt, wie sie im Zuge der Demonstrationen, angeleitet von anderen Teilnehmern, einen Gaskanister warf. Der Sprecher des israelischen Militärs für die arabische Welt, Avichay Edraee, schrieb dazu auf Twitter: 

Razan al-Najjar ist nicht der Engel der Vergebung, als welche die Hamas-Propaganda sie zu zeigen versucht. Ihr Eingeständnis, dass sie ein menschliches Schutzschild für aufstachelnde Anführer ist, zeigt, wie die Hamas die gesamte Gaza-Bevölkerung als Munition für ihre Ziele und für die Ziele des Iran nutzt. Wirft medizinisches Personal sonst irgendwo auf der Welt Bomben, beteiligt sich an Zerstörungen und nennt sich selbst menschliches Schutzschild? 

Begräbnis von Razan al-Najjar, die nach Angaben von Augenzeugen durch israelische Sicherheitskräfte getötet wurde, Gaza, 2. Juni 2018.

Der Gesundheitsminister der Palästinensischen Autonomiebehörde, Dr. Dschawad Awaad, bezeichnete den Tod der jungen Palästinenserin als "Kriegsverbrechen". Sie sei durch einen Schuss in den Nacken ums Leben gekommen. Zuvor hatte es geheißen, sie wurde in den Bauch getroffen. Bisherigen Untersuchungsergebnissen der IDF zufolge wurde auf die junge Frau nicht gezielt geschossen. Razan meldete sich freiwillig als Rettungsassistentin bei den Protesten. Sie trug einen weißen Kittel und hielt die Hände hoch in der Luft, so die palästinensische Seite. Eine Gefahr habe sie zu keinem Zeitpunkt dargestellt. 

Für den 8. Juni werden wieder mehr Demonstranten an der Grenze des Gazastreifens erwartet. Es ist der Jahrestag der Herstellung israelischer Kontrolle über den Gazastreifen im Zuge des Sechstagekrieges 1967, gegen den nun im Rahmen der wochenlangen Proteste demonstriert wird. Im Jahr 2005 hatte Israel den Gazastreifen vollständig geräumt und der Palästinensischen Autonomiebehörde übergeben.

Vor ihrem Tod hatte Razan auf Facebook geschrieben: 

Ich komme wieder und ziehe mich nicht zurück. Trefft mich mit Kugeln. Ich habe keine Angst.

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