Wegen angeblicher iranischer Drohne: Israel greift in Syrien 12 Ziele an

Wegen angeblicher iranischer Drohne: Israel greift in Syrien 12 Ziele an
Israelischer Kampfjet F16.
Die israelische Luftwaffe hat zwölf Ziele in Syrien angegriffen, darunter drei Flugabwehrbatterien und vier Objekte der iranischen militärischen Präsenz im Lande. Dies geht aus einer Mitteilung der Pressestelle der israelischen Armee hervor.

Dabei handle es sich um eine zweite Welle von Bombardements, hieß es in der Mitteilung. Zuvor habe die israelische Luftwaffe im Morgengrauen einen iranischen Steuerungspunkt für Drohnen in Syrien vernichtet, wobei eine iranische Drohne im israelischen Luftraum abgeschossen worden sei.

Vor einigen Minuten haben die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte ihre Luftwaffe eingesetzt und syrische Luftabwehrsysteme sowie iranische Ziele in Syrien attackiert", hieß weiter.

Angegriffen worden seien zwölf Ziele, darunter auch drei Flugabwehrbatterien und „vier Objekte der militärischen Präsenz des Irans in Syrien". 

Israelischer Kampfflugzeug F-16 durch syrische Flugabwehr abgeschossen

Zuvor hatte die Pressestelle der israelischen Armee berichtet, dass das israelische Militär in der Nacht auf Samstag ein unbemanntes iranisches Luftfahrzeug entdeckt habe, das den israelischen Luftraum von Syrien aus verletzt haben soll. Im Gegenzug seien „iranische Ziele in Syrien" attackiert worden. Später gab der Pressedienst der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte den Absturz eines Kampfflugzeuges vom Typ F-16 im Norden Israels bekannt.

Die syrische Luftabwehr hat laut der staatlichen Nachrichtenagentur SANA einige israelische Jets angeschlossen, die Militärobjekte der syrischen Armee im Zentrum des Landes angegriffen haben.

Rakete, die angeblich den israelischen Militärjet F16 abgeschossen hat: 

Dementi vonseiten der Milizen 

Die mit Syrien verbündeten Milizen haben den Vorwurf zurückgewiesen, eine iranische Drohne sei in den israelischen Luftraum eingedrungen. Dabei handele es sich um eine «Lüge und Verleumdung» des «israelischen Feindes», hieß es am Samstag in einer Stellungnahme des Operationsraumes der Verbündeten Syriens, an dessen Spitze ein hoher iranischer General steht.

Mehr zum Thema -  Medien: Syrisches Militär reagiert auf israelischen Luftangriffe in der Nähe von Damaskus

Israel: Luftraum großteils gesperrt

Die israelischen Luftfahrtbehörden haben nach eigenen Angaben den Luftraum über dem Großteil des Landes gesperrt. Allerdings ist der Hauptflughafen Israels trotz des jüngsten Zwischenfalls mit der iranischen Drohne und der späteren Angriffe der israelischen Luftwaffe auf Ziele in Syrien in Betrieb.

Demnach wurden am  Samstagmorgen mehrere Flugzeugstarts und -landungen am Flughafen Ben Gurion verzögert.

Zurzeit  ist der Flughafen wie gewohnt in Betrieb. (…) Der ganze Luftraum  nördlich von  Schefajim ist für  Flüge gesperrt", heißt es in einer  Mitteilung der Israel Airports Authority.

Die Siedlung Schefajim liegt in der Mitte  des Landes, etwa 20 Kilometer nördlich von Tel Aviv entfernt.  

 

 

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