Trumps Vize in Israel: Christen und Juden im Glauben gegen den Iran vereint

Trumps Vize in Israel: Christen und Juden im Glauben gegen den Iran vereint
Mike Pence neben Netanjahu, Jerusalem, Israel, 22. Januar 2018.
Zu Beginn seiner Israel-Reise hielt Mike Pence eine Rede vor der Knesset und bezeichnete Jerusalem als Hauptstadt. Arabische Politiker protestierten und wurden aus dem Saal geworfen. Pence kündigte an, die US-Botschaft noch vor Ende 2019 nach Jerusalem zu verlegen.

Mit einem scheinbar sakralen Klang in seiner Stimme beschwor Mike Pence, Donald Trumps Vizepräsident, die Einigkeit zwischen Christen und Juden für die Freiheit und das Einstehen für Israel, auch gegen den gemeinsamen Feind Iran. Nie würden die USA dem Iran erlauben, Atomwaffen zu besitzen. Pence kritisierte das Nuklearabkommen mit dem Iran, von dem sich die USA in den nächsten Monaten verabschieden werden. 

Von Israel und den Palästinensern forderte Pence auf, die Verhandlungen zu einem Friedensschluss fortzuführen: 

Wir wissen jetzt, dass Israelis Frieden wollen."

Am Montag verpflichtete sich Federica Mogherini im Namen der EU gegenüber dem Palästinenserpräsidenten Mahmoud Abbas, dass die EU an einer Zwei-Staaten-Lösung festhält, die Jerusalem als geteilte Stadt beinhaltet. Abbas befindet sich derzeit in Brüssel und boykottiert den Besuch von Mike Pence. Im Westjordanland wurden Plakate, auf denen der Kopf von Pence zu sehen war, verbrannt. 

Zum geplanten US-Botschaftsumzug nannte Netanjahu in seiner Rede einen der bedeutendsten Momente in der Geschichte des Zionismus: 

Kein anderer amerikanischer Präsident sah sich dem jüdischen Volk gegenüber so verpflichtet. Generationen werden erinnern, wie sie Seite an Seite mit Präsident Trump Wort hielten. Sie waren nicht nur physisch präsent, sie unterstützen die Erklärung mit Enthusiasmus und mit dem Glauben, etwas, dass alles auszeichnet, was sie tun."

Der Botschaftsumzug soll, so Pence, bis Ende des kommenden Jahres erfolgt sein.

Mike Pence schloss seine Rede mit den Worten: 

Gott segne die Juden (...) werde Gott weiterhin die Vereinigten Staaten von Amerika segnen." 

Der Applaus in der Knesset währte lange. Gegnerische Stimmen wurden schon zuvor aus dem Saal befördert:  

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