Iranischer General: Todesfälle bei Protesten nicht durch die Hand der Regierung

Iranischer General: Todesfälle bei Protesten nicht durch die Hand der Regierung
Straßenbild nach Protesten in der Provinz in Alborz, Iran, 31. Dezember 2017.
Mohammad Hossein Baqeri, iranischer Generalmajor, warnte vor Einmischungen aus dem Ausland in innere Angelegenheiten des Iran. Das Ausland würde versuchen, die Verantwortung für die Todesfälle der iranischen Regierung in die Schuhe zu schieben, insbesondere nannte er die USA.

Viele der Todesfälle ereigneten sich unter "verdächtigen Umständen", so der iranische Generalmajor Baqeri gegenüber der Presse am Mittwoch in Teheran. Niemand unter den Sicherheitskräften trug Verteidigungswaffen bei sich. Diejenigen, die getötet wurden, wurden in abgelegenen Gegenden in den Rücken geschossen. Im Dezember waren Proteste im Iran ausgebrochen, in denen friedliche Demonstranten ihre wirtschaftliche Lage anprangerten. Dann mischten sich gewaltbereite Gruppen unter die Demonstranten, die gezielt Polizeistationen und Regierungsgebäude angriffen. 

 Ali Akbar Salehi, Wien, Österreich, 28. September 2016.

Die Anschuldigungen der USA gegen den Iran wies er von sich. Die USA sind selbst seit geraumer Zeit ein Symbol der Unterdrückung der Menschen und haben eine weitreichende Historie des Barbarismus und der Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Sie hätten kein Anrecht, eine Nation zu beschuldigen, deren Vertreter durch die Menschen gewählt wurden: 

Definitiv sind solche Ansichten von einem solchen Land (den USA) sehr unsinnig, wenn man ihre Geschichte des Barbarismus betrachtet und die ganze Welt davon weiß. 

Sicherheitsleute berichteten, dass viele der gewalttätigen Demonstranten durch "MKO-Terroristen" (Volksmodschahedin) trainiert wurden, oder Verbindungen zu anderen terroristischen Gruppierungen unterhielten. Die Volksmodschahedin sind eine militante iranische Oppositionsbewegung. Sie selbst bezeichnen sich als säkulare Gruppe mit demokratischen Werten. Der iranische Präsident Ruhani hatte sein Verständnis für die Belange und friedlichen Proteste der Iraner zum Ausdruck gebracht. Zu den genauen Zahlen der Festnahmen gibt es unterschiedliche Angaben. Während die iranische Presse von rund 2.000 spricht, sind es in der westlichen Presse über 3.000. 21 Menschen sollen bei den Demonstrationen ums Leben gekommen sein. 

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