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Libanon verurteilt Angriff durch Israel

Libanon verurteilt Angriff durch Israel
Israel greift nach Schüssen auf Soldaten Ziele im Libanon an.
Der Oberste Verteidigungsrat des Libanon verurteilte den Angriff aus Israel und strebt eine Beschwerde bei der UNO an. Nach angeblichen Schüssen auf israelische Soldaten hatte das israelische Militär in der Nacht auf Mittwoch Ziele im Nachbarland beschossen.

Der Oberste Verteidigungsrat des Libanon prangerte am Mittwoch den "israelischen Angriff" vom Vorabend an und beauftragte den geschäftsführenden Außenminister, eine Beschwerde bei den Vereinten Nationen einzureichen.

Die israelische Armee hatte in der Nacht auf Mittwoch unter anderem mit Kampfhubschraubern Ziele im Libanon angegriffen. Nach Angaben des Militärs war dies eine Reaktion auf Schüsse, die auf israelische Soldaten an der Grenze zum Nachbarland abgegeben wurden. Auf israelischer Seite wurde hierbei niemand verletzt. Wie die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) auf Twitter mitteilten, seien Beobachtungsposten der Hisbollah im Grenzgebiet beschossen worden.

Das israelische Militär stufte den Vorfall als schwer ein und betonte seine Bereitschaft, jede Bedrohung an den Landesgrenzen abzuwehren. Einwohner im Grenzgebiet wurden von der israelischen Armee aufgerufen, in ihren Häusern zu bleiben und sich auf die Flucht in Schutzräume vorzubereiten, Straßen wurden gesperrt. Den Anwohnern waren zudem Aktivitäten im Freien – wie Arbeiten in der Landwirtschaft – untersagt worden.

Augenzeugen aus dem Süden des Libanon gaben an, Gebiete in Mais al-Dschabal und Hula seien beschossen worden. Ein zur Hisbollah gehörender TV-Sender berichtete, dass Israels Artillerie auf beide Gebiete gefeuert habe. In den sozialen Netzwerken wurden Videos veröffentlicht, die angeblich den israelischen Einsatz zeigen sollen.

Die israelische Armee hatte ihre Truppen an der Nordgrenze zuletzt verstärkt, nachdem unter anderem der Hisbollah-nahe TV-Sender Israel für den Tod eines Mitglieds der Miliz bei einem Angriff in Syrien verantwortlich gemacht hatte. In Israel wuchs daraufhin die Sorge vor Vergeltungsaktionen. Das israelische Militär verhinderte zuletzt nach eigenen Angaben zwei Angriffe an den Grenzen des Landes im Norden.

Der Libanon und Israel befinden sich offiziell noch im Krieg. An der gemeinsamen Grenze kommt es wiederholt zu Spannungen zwischen der israelischen Armee und der Hisbollah. Der letzte Krieg zwischen der Hisbollah und Israel endete vor 14 Jahren. Im Libanon leben nach UN-Schätzungen zudem 209.000 palästinensische Flüchtlinge.

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In der Nacht auf Mittwoch beschoss Israel außerdem als Reaktion auf erneute Angriffe mit Brandballons aus dem Gazastreifen unterirdische Ziele der Hamas. Wie das Militär twitterte, seien in den vergangenen Wochen Hunderte Ballons aus dem Gazastreifen aufgestiegen. Man werde gegen sämtliche Terroraktivitäten vorgehen, die auf israelische Zivilisten abzielen.

Seit Anfang August lassen militante Palästinenser täglich Ballons, an denen Brand- oder Sprengsätze befestigt sind, aus dem Gazastreifen in Richtung Israel fliegen. Auch Raketen werden wiederholt abgefeuert. Die israelische Armee beschießt nach solchen Attacken in der Regel Ziele in dem Gebiet. Die Hamas wird von Israel, den USA und der EU als Terrororganisation eingestuft. (rt/dpa)

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