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"Die Libanesen haben genug gelitten": USA streben im Windschatten der Katastrophe Regime-Change an

"Die Libanesen haben genug gelitten": USA streben im Windschatten der Katastrophe Regime-Change an
Die US-Botschaft im Libanon hat ihre Solidarität mit regierungsfeindlichen Demonstranten zum Ausdruck gebracht. Gleichzeitig fordert man alle Seiten auf, "von Gewalt Abstand zu nehmen". Bei den Zusammenstößen im zerstörten Beirut wurden bereits 500 Menschen verletzt.

Tausende Menschen versammelten sich am Samstag in Beirut und forderten den Rücktritt der Regierung wegen Korruption und Nachlässigkeit. Viele sehen die amtierenden Politiker für die schrecklichen Explosionen vom Dienstag verantwortlich. Bei Zusammenstößen mit der Bereitschaftspolizei stürmten Demonstranten mehrere Regierungsgebäude und versuchten, das Parlament zu erreichen. Mehrere Militäreinheiten wurden eingesetzt, um die Bereitschaftspolizei bei der Wiederherstellung der Ordnung zu unterstützen. Die US-Botschaft in Beirut sieht sich genötigt, auch in dieser Krise eine Rolle zu spielen. Man sprach sich für das "Recht der Bürger auf friedlichen Protest" aus:

Das libanesische Volk hat genug gelitten und verdient eine Führung, die ihnen zuhört und den Kurs ändert, um auf die Forderungen der Bevölkerung nach Transparenz und Rechenschaftspflicht zu reagieren.

Washington ermutigte auch "alle Beteiligten, von Gewalt Abstand zu nehmen", da die Zahl der Verletzten laut den von Al-Manar TV zitierten Rettungsdiensten auf mindestens 490 stieg. In der Zwischenzeit sagten die Behörden, 70 Sicherheitsbeamte seien verletzt worden. Mindestens einer von ihnen sei bei den Zusammenstößen ums Leben gekommen.

Ein Toter und Hunderte Verletzte bei Protest in Beirut – Konferenz berät über Hilfe für Libanon

Während Proteste gegen die schlechten wirtschaftlichen Bedingungen im Libanon bereits zur Tagesordnung gehörten, hat die Tragödie von Beirut den regierungsfeindlichen Kräften weiteren Antrieb verschafft. Viele machen die Nachlässigkeit der Behörden für die massive Ammoniumnitrat-Explosion am Dienstag verantwortlich, bei der mehr als 150 Menschen getötet und mehrere Tausend mit verschiedenen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht wurden.

Der Vorfall löste eine massive internationale humanitäre Reaktion aus. Moskau, Washington, die EU sowie viele weitere Staaten boten unverzügliche Nothilfe und Unterstützung an. Die Lieferung eines ersten Katastrophenhilfspakets durch ein Transportflugzeug der US-Luftwaffe wurde jedoch von der US-Behörde für Internationale Entwicklung (USAID) begleitend kommentiert, wonach das Weiße Haus das Streben des libanesischen Volkes nach wirtschaftlichem Wohlstand und verantwortungsvoller Regierungsführung, die frei von Korruption und ausländischem Druck ist, seit langem unterstützt.

Da ein großer Teil der Stadt zerstört ist und weitere Opfer unter den Trümmern befürchtet werden, wandte sich der libanesische Premierminister Hassan Diab in einer Rede an die Nation. Er werde sich für vorgezogene Parlamentswahlen einsetzen, um die Gewalt nicht weiter zu eskalieren.

Unterdessen ist der libanesische Umweltminister Damianos Kattar unter großen Protesten zurückgetreten. Er reichte seinen Rücktritt am Sonntag ein. Laut MTV Lebanon News sagte der Minister gegenüber Premierminister Hassan Diab, dass Freunde seiner Familie bei der Explosion am Dienstag ums Leben gekommen seien und er daher seine Tätigkeit nicht mehr fortsetzen werde. Stunden zuvor war Informationsministerin Manal Abdel Samad von ihrem Posten zurückgetreten und entschuldigte sich im Fernsehen dafür, dass sie die Wünsche des libanesischen Volkes nicht erfüllt habe.

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