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Corona-Virus: Hälfte der Einwohner Wuhans verließ Stadt vor Abriegelung

Corona-Virus: Hälfte der Einwohner Wuhans verließ Stadt vor Abriegelung
Menschen mit Schutzmasken, Wuhan, China, 22. Januar 2020.
Die Opfer- und Infektionszahlen durch das Corona-Virus steigen täglich. Auch außerhalb Chinas werden immer mehr Fälle bekannt. Entdeckt wurde das Virus erstmals in Wuhan. Noch bevor die Behörden die Stadt abriegeln konnten, verließen diese rund fünf Millionen Einwohner.

Am Dienstag wurde bekannt, dass das Corona-Virus (2019-nCoV) inzwischen auch in Deutschland angekommen ist. Einen ersten nachgewiesenen Fall gibt es in Bayern. Die chinesische Stadt Wuhan in der Provinz Hubei, aus der das Virus stammt, zählt elf Millionen Einwohner. Rund fünf Millionen davon reisten im Zuge der Feierlichkeiten zum Chinesischen Neujahrsfest jedoch aus, bevor die Stadt unter Quarantäne gestellt werden konnte.

Das Schild der Notaufnahme am Klinikum Schwabing.

Die erste Ausreisewelle begann am 30. Dezember nach Bekanntwerden der ersten Virusinfektionen. Ausgangspunkt soll ein Fischmarkt in Wuhan sein. Das Virus soll durch infizierte Wildtiere, die hier verkauft wurden, auf den Menschen übertragen worden sein. 

Die Einwohner Wuhans reisten nach Hongkong, Thailand, Singapur und Japan sowie in andere Teile Chinas. Die chinesischen Behörden weiteten die Abriegelung auf 17 Städte aus. Am Montag schloss die Mongolei ihre Grenze zu China. Malaysia kündigte an, Anwohnern aus der Provinz Hubei die Einreise zu verweigern. 

Das neue Virus wird als gleichermaßen ansteckend wie die Infektionskrankheit SARS (schweres akutes respiratorisches Syndrom) eingestuft, so der Leiter der Spezialeinheit für hochansteckende lebensbedrohliche Infektionen an der Münchener Klinik Schwabing, Clemens Wendtner. Eine infizierte Person könne drei bis vier weitere Personen anstecken. SARS hatte zwischen 2002 und 2003 etwa tausend Todesopfer gefordert.

Bei dem ersten Coronavirus-Fall in Bayern handelt es sich um eine Mensch-zu-Mensch-Ansteckung außerhalb Asiens. Der Betroffene soll sich bei einer Kollegin angesteckt haben, die aus China angereist war. Er befinde sich klinisch in einem guten Zustand.

Mindestens 106 Menschen kamen durch das Corona-Virus bereits ums Leben. An nur einem Tag verdoppelte sich die Zahl der Infektionen auf mehr als 4.500. Einen Impfstoff oder ein Mittel gegen das Virus gibt es bislang nicht. Es kann starke Atemwegsinfektionen verursachen.

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