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Lebendes Laboratorium: Toyota plant Bau intelligenter Stadt in Japan

Lebendes Laboratorium: Toyota plant Bau intelligenter Stadt in Japan
Toyotas Zukunftsvision: Die "Woven City" in Tokyo.
Die Geschäftsführung des weltgrößten Automobilherstellers Toyota gab am Montag den Bau einer intelligenten und emissionslosen Stadt bekannt. Die sogenannte Woven City soll als Testgelände für autonome Fahrzeuge dienen, sowie Wohnraum für tausende Mitarbeiter schaffen.

Vergangenen Montag lud die Consumer Electronics Association, eine in den USA ansässige Handelsorganisation für elektronische Konsumprodukte, zu ihrer jährlich abgehaltenen Technikmesse in Las Vegas ein. Neben der Vorstellung eines Cyborg-Fahrzeugs der Daimler AG und eines E-Autos des japanischen Elektronikkonzerns Sony stellte Akio Toyoda, Geschäftsführer von Toyota Motor Corporations, seine eigene ambitionierte Zukunftsvision vor.

Ein humanoider Roboter arbeitet Seite an Seite mit Menschen in einer Fabrik der Firma Glory Ltd., Tokio, Japan, 1.Juli 2015.

In Anlehnung an die Geschichte Toyotas - als anfänglicher Hersteller von Spinnmaschinen und Webstühlen - präsentierte Toyoda die sogenannte Woven City (auf Deutsch: gewebte Stadt) vor versammelter Presse als ein zukunftsorientiertes Infrastrukturprojekt der Superlative. Die Stadt, welche in der Präfektur Shizuoka – nahe dem Berge Fuji – entstehen soll, werde die benötigte Energie zur Erforschung von autonomen emissionsfreien Fahrzeugen, sowie für die Versorgung von Wohnanlagen mithilfe von Wasserstoff-Brennstoffzellen gewährleisten. Ziel des Unternehmens ist es, eine sicherere, sauberere und unterhaltsamere Stadt zu bauen, von der andere Städte auf der Welt lernen können.

Ich glaube, es liegt an uns allen, insbesondere an Unternehmen wie Toyota, unseren Beitrag zu leisten, um die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Diese gewebte Stadt ist ein kleiner, aber hoffentlich bedeutsamer Schritt, um dieses Versprechen zu erfüllen," sagte Toyoda in Las Vegas.

Die Woven City soll rund 71 Hektar umfassen und auf dem Gebiet eines noch in diesem Jahr stillgelegten Firmenkomplexes Toyotas entstehen. Generelle Charakteristiken einer funktionierenden Stadt so wie Polizei, Feuerwehr, ein Krankenhaus, als auch Schulen, sollen ebenfalls Teil des Wohngebiets werden. Laut Toyota sollen rund 2.000 Menschen in der Stadt leben können, deren Wohnquartiere sich durch Heimroboter, sowie durch ein von Sensoren gestütztes KI-System zur Gesundheitsüberwachung auszeichnen.

Laut Toyota soll der dänische Architekt Bjarke Ingels, dessen Firma zuletzt das Two World Trade Center Gebäude in New York und die Büros von Google in London und Silicon Valley entwarf, das Design der Stadt bestimmen. Eine Kostenschätzung gab Toyota bei der Präsentation in Las Vegas jedoch nicht bekannt.

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