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Trotz US-Sanktionsdrohungen: Indien hält an Kauf von russischem S-400-System fest

Trotz US-Sanktionsdrohungen: Indien hält an Kauf von russischem S-400-System fest
Indien hat trotz Sanktionsandrohungen der USA einen 5,43 Milliarden US-Dollar teuren Deal zum Kauf von S-400-Flugabwehrraketensystemen aus Russland genehmigt, berichteten lokale Medien unter Berufung auf Regierungsquellen.

Der Kabinettsausschuss für Sicherheit unter dem Vorsitz von Premierminister Narendra Modi hat den "wegweisenden Kauf" am Mittwoch genehmigt, so die Times of India. Der Schritt erfolgte noch vor dem Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin Anfang nächsten Monats.

Die indische Luftwaffe, die auch mit der Luftabwehr des Landes beauftragt ist, wird voraussichtlich innerhalb von 24 Monaten nach Vertragsunterzeichnung die erste S-400-Batterie erhalten. Der Rest wird innerhalb der nächsten vier bis fünf Jahre geliefert.

Indien wird 15 Prozent der Gesamtkosten übernehmen müssen, während der Rest der Zahlung laut Bericht mit der Lieferung der Systeme verbunden ist. Die indische Regierung selbst hat jedoch ihre Bereitschaft, den Deal zu unterschreiben, bisher noch nicht bestätigt.

Das S-400, das auch unter dem Namen Triumf bekannt ist, ist das modernste russische Luftabwehrsystem auf dem Markt. Dieses ist in der Lage, ballistische Raketen aus einer Entfernung von 60 Kilometern (37 Meilen) abzufangen. Das System kann mindestens vier Arten von Flugabwehrraketen einsetzen, die für verschiedene Ziele geeignet sind. Eine S-400-Einheit, die aus mehreren Träger-, Führungs- und Logistikfahrzeugen besteht, kann bis zu 300 luftgestützte Ziele in einer Reichweite von 600 Kilometern (373 Meilen) verfolgen und bis zu 36 von ihnen gleichzeitig angreifen.

Indien schiebt bislang die Drohungen der USA, finanzielle Sanktionen zu verhängen, beiseite. Die Sanktionen könnten im Rahmen des sogenannten Countering America's Adversaries Through Sanctions Act (CAATSA) umgesetzt werden, der Länder bestraft, die es wagen, russische Waffen zu erwerben.

Der russische Präsident Wladimir Putin und der Präsident der Volksrepublik China Xi Jinping besuchen am Rande des Östlichen Wirtschaftsforums den Jahrmarkt

Vergangene Woche haben die USA China mit Sanktionen beim Kauf der S-400-Systeme und Sukhoi-Su-35-Kampfjets bestraft. Während die USA darauf bestanden, dass Moskau das "ultimative Ziel" der Beschränkungen wäre, löste der Schritt eine wütende Reaktion Pekings aus, das die Sanktionen als eklatante "Manifestation der Hegemonie" bezeichnete.

"Wir fordern die USA nachdrücklich auf, den Fehler zu beheben und die Sanktionen aufzuheben. Andernfalls müssen die USA die Konsequenzen tragen", schlug das chinesische Außenministerium zurück.

China scheint das erste Land zu sein, dem die CAATSA-Behandlung aus den USA wegen der S-400 zuteil wird. Aber das hochmoderne Raketensystem hat Washington auch bereits in einen Konflikt mit seinem NATO-Verbündeten Türkei getrieben. Trotz wiederholter Drohungen aus Washington zog es Ankara vor, einen Vertrag mit Russland abzuschließen. Der Kauf löste in den USA eine wütende Reaktion aus, so dass sogar die Lieferung von in den USA hergestellten F-35-Lightning-II-Kampfflugzeugen an die Türkei in diesem Sommer wegen des S-400-Deals eingefroren wurde. Ankara wurden dennoch bisher nicht die CAATSA-Sanktionen auferlegt.

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