Taiwan sieht sich von einer angeblichen Fake-News-Kampagne der Volksrepublik China überrollt

Taiwan sieht sich von einer angeblichen Fake-News-Kampagne der Volksrepublik China überrollt
Taiwanesische Regierungsermittler erklärten, es habe eine Flut von Fake News auf die Insel gegeben. Sie behaupten, sie hätten klare Beweise dafür, dass die Falschmeldungen aus Pekings Propagandamaschine stammen. Experten fordern eine entsprechende Reaktion.

Peking soll laut einer Offenlegung der Ermittler des taiwanesischen Justizministeriums seine Armee von Online-Trollen und Demagogen mobilisiert haben, um gefälschte Nachrichten zu erstellen und die öffentliche Meinung auf der Insel zu manipulieren. Das berichtet die Asia Times.

Die Ermittler fanden angeblich "eindeutige Beweise" dafür, dass China hinter einer Flut von Desinformationen und gefälschten Nachrichten steckt, die entweder versuchten, dem Ruf der regierenden Demokratische Fortschrittspartei (DPP) zu schaden, oder die Präsidentin Tsai Ing-wen ins Visier nahmen.

Taiwanesische Zeitungen griffen die Geschichte auf. Ein Medium berichtete darüber, dass Chinas staatlicher Fernsehsender China Central Television Filmmaterial von Militärübungen augestrahlt habe, die von der Volksbefreiungsarmee Jahre zuvor durchgeführt wurden, um Panik in Taiwan zu schüren. Ein weiterer Artikel, der behauptet, dass die VBA "Taiwan bis 2020 zurückerobern wird", verbreitete sich in Taiwan rasant.

Ein Student fotografiert seine Freunde vor der chinesischen Flagge während einer Abschlussfeier an der Fudan-Universität in Shanghai am 28. Juni 2006.

Taiwanesische Ermittler verfolgten ihre Quelle zu einer in Peking ansässigen Website zurück, die unter der Propagandaabteilung der Kommunistischen Partei arbeitet.

Ein dritter Bericht aus China erklärte, dass die DPP ein Referendum "begünstigt" habe, das darauf abzielte, den Namen der Nation für die Olympischen Spiele in Tokio im Jahr 2020 zu ändern. Nach offiziellen Angaben gebe es jedoch keinen solchen Plan.

Das Justizministerium Taiwans hat bereits eine Arbeitsgruppe zur Bekämpfung der Verbreitung von Desinformationen eingerichtet und erklärt, dass es jeden Verantwortlichen verfolgen könne. Das Ministerium warnte:

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Chinas Internetbrigade verbreitet eindeutig Fake News und ihre Aktivitäten werden einen immensen Einfluss auf Taiwans Politik und Wahlen haben.

Ein Cybersicherheitsexperte sagte der Taipei Times:

Gefälschte Nachrichten entstehen, indem Bilder oder Wörter aus dem Zusammenhang gerissen werden. Sie werden oft geschaffen, um einer Agenda zu dienen, um zum Beispiel die Regierung zu diskreditieren oder die Öffentlichkeit zu verunsichern. Viele der Geschichten tragen das Markenzeichen der Methoden der chinesischen Regierung für Propaganda oder Gehirnwäsche.

Der Experte warnte davor, dass die Regierung zwar Maßnahmen gegen Desinformation ergreifen, ihre Reaktion jedoch auch maßvoll bleiben müsse, um sicherzustellen, dass die Meinungsfreiheit stets geschützt bleibt.

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