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Wissenschaftler: Taiwan sollte sich auf Rückzug der USA von der "First Island Chain" vorbereiten

Wissenschaftler: Taiwan sollte sich auf Rückzug der USA von der "First Island Chain" vorbereiten
Berichte besagen, dass die gegenwärtige US-Regierung mehr Unterstützung für Taiwans Regierung signalisiert hat. Ein taiwanesischer Wissenschaftler meinte am Sonntag hingegen, dass die Republik China in ihrer Verteidigung nicht mehr auf Washington zählen könne.

Der ehemalige Leiter des National Chung-Shan Institute of Science and Technology, Kung Chia-cheng, soll laut Taiwan News am Sonntag auf einer Konferenz gesagt haben, dass sich die USA aus der so genannten "First Island Chain" zurückziehen würden. Dabei handelt es sich um einem großen Bogen von Territorien, der von der Koreanischen Halbinsel über Japan, Taiwan und die Philippinen bis nach Indonesien reicht. Ein solcher Schritt würde die internationale Bedeutung des Landes verringern.

Die erste strategische Abgrenzung der Inselkette erstreckt sich demnach von der Südspitze der von Japan kontrollierten Inseln bis in das Südchinesische Meer.

Kin W. Moy, Direktor des American Institute in Taiwan (AIT), der De-facto-Botschaft der USA in der Republik China.

U.S. Navy will Beziehungen zu Verbündeten stärken

Kung suggeriert, dass Taiwan sich nicht länger auf eine Sicherheitsdecke durch US-Flugzeugträger verlassen könne und betonte, dass sein Land mit der Planung eines neuen strategischen Kontexts beginnen solle.

Der Wissenschaftler interpretierte die Bereitschaft der Trump-Regierung, gemeinsame militärische Übungen mit Südkorea auszusetzen, als ein Signal, dass die USA sich auf weitreichende Machtzugeständnisse in der Region zubewegen könnten, um dem wachsenden Einfluss der Volksrepublik China entgegenzukommen. Die USA hatten die gemeinsamen Militärübungen mit Südkorea ausgesetzt, nachdem sich Präsident Donald Trump und Nordkoreas Staatschef Kim Jong-un darauf geeinigt hatten, einen gemeinsamen Prozess zur Denuklearisierung der Koreanischen Halbinsel in Angriff zu nehmen.

Die eigenwillige Vorhersage mit Blick auf Taiwan kommt zu einer Zeit, in der die U.S. Navy eben erst ihre Absicht bekräftigt hat, weiterhin in der Region tätig zu sein und Anstrengungen unternimmt, um die Beziehungen zu US-Verbündeten in der Region zu stärken.

Interpretiert der Wissenschaftler zuviel in die Aussetzung der US-Militärmanöver mit Südkorea?

Während wichtige Positionen der nationalen Sicherheit in der Trump-Regierung mit Kadern besetzt sind, die in außenpolitischen Fragen, einschließlich Taiwan und dem Südchinesischen Meer, einem robusten Beistand gegenüber Verbündeten das Wort reden, kam es immer wieder zu Situationen, in denen der US-Präsident seinen Mitarbeitern widersprach. Die überraschende Ankündigung, dass die USA bereit seien, die gemeinsamen militärischen Übungen mit Südkorea zu beenden, ist ein Beispiel dafür. Berichten zufolge sollen weder Mitarbeiter noch US-Verbündete über diese Entscheidung nicht im Voraus informiert worden sein.

Die Volksrepublik China beansprucht Taiwan als Teil des eigenen Territoriums und ihr Präsident Xi Jinping soll Berichten zufolge eine Wiedervereinigung noch während seiner Amtszeit anstreben. Die Republik China, wie der offizielle Name Taiwans lautet, betrachtet sich hingegen selbst als die authentische Verkörperung chinesischer Staatlichkeit und die Volksrepublik als illegitime Abspaltung. Die USA verfolgen eine Politik der "strategischen Zweideutigkeit", die Taiwan zwar nicht offiziell als unabhängige Nation anerkennt, aber gleichzeitig mit Waffen beliefert und verspricht, die Insel zu verteidigen, sollte Peking versuchen, das Territorium mit Gewalt einzunehmen.

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