icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Proteste in Kirgisistan: Ministerpräsident tritt zurück

Proteste in Kirgisistan: Ministerpräsident tritt zurück
Proteste in Kirgisistan: Ministerpräsident tritt zurück
Vor dem Hintergrund andauernder Proteste gegen die Ergebnisse der Parlamentswahl in der Ex-Sowjetrepublik Kirgisistan kündigte deren Regierungschef am Dienstag seinen Rücktritt an. Zuvor hatten bereits mehrere andere kirgisische Spitzenpolitiker ihre Ämter niedergelegt.

Bei einer Sondersitzung nahmen die Abgeordneten des kirgisischen Parlaments den Rücktritt des Ministerpräsidenten Kubatbek Boronow an, teilte die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf den Pressedienst der Volksvertretung mit. Laut dem Bericht stimmten sie außerdem für die Ernennung des Oppositionspolitikers Sadyr Schaparow zum neuen Premierminister. Schaparow war am Tag zuvor von Protestlern aus dem Gefängnis befreit worden, wo er eine langjährige Haftstrafe wegen Unruhestiftung und Geiselnahme abzuleisten hatte.

Demonstranten versuchen, während eines Protests gegen das Ergebnis der Parlamentswahlen auf das Gelände eines Regierungsgebäudes in Bischkek, Kirgisistan, zu gelangen.

In den kommenden Tag soll der designierte Premier eine neue Regierung bilden, verlautete es von der Pressestelle des Parlaments. Bis dahin werde das kirgisische Ministerkabinett seine Pflichten in seiner aktuellen Zusammensetzung weiterhin ausüben, hieß es.

Laut Angaben der Nachrichtenagentur RIA Nowosti hatten zuvor auch andere hochrangige kirgisische Beamte ihre Rücktritte bekannt gegeben. Dazu gehören unter anderen Parlamentssprecher Dastanbek Dschumabekow, der Bürgermeister von Bischkek Asis Surakmatow sowie Gouverneure von vier kirgisischen Gebieten.

Nach der umstrittenen Parlamentswahl in der zentralasiatischen Republik Kirgisistan war es in der Hauptstadt Bischkek am Montag zu schweren Ausschreitungen mit Hunderten Verletzten gekommen. In der Nacht zum Dienstag hatten zahlreiche Menschen auf den Straßen im Stadtzentrum Unruhe gestiftet und das Parlamentsgebäude gestürmt. Sie befreiten zudem mehrere Politiker aus dem Gefängnis, darunter der wegen Korruption inhaftierte Ex-Präsidenten Almasbek Atambajew und mehrere seiner Mitstreiter. Auf Druck der Protestler annullierte die Wahlleitung des Staates am Dienstag die Ergebnisse der Abstimmung.

Laut einer offiziellen Mitteilung des kirgisischen Gesundheitsministeriums wurden infolge der Zusammenstöße mit der Polizei rund 700 Menschen verletzt, darunter circa 200 Ordnungshüter. Eine Person kam bei den Unruhen ums Leben.

Mehr zum Thema - Wahlkommission in Kirgistan erklärt Ergebnisse der Parlamentswahl für ungültig

Folge uns aufRT
RT

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen