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Corona-Krise: Armut in Ostasien steigt laut Weltbank zum ersten Mal seit 20 Jahren wieder an

Corona-Krise: Armut in Ostasien steigt laut Weltbank zum ersten Mal seit 20 Jahren wieder an
Menschen stehen Schlange für kostenlose Mahlzeiten, die von Restaurantmitarbeitern des Gingko House in Honkong und Freiwilligen ausgegeben werden, 27. März 2020.
Ein Bericht der Weltbank führt die Corona-Krise als Grund an, dass in Ostasien zum ersten Mal seit 20 Jahren wieder ein Anstieg der Armut zu verzeichnen sein wird. Die Auswirkungen würden zu lebenslangen Gesundheits- und Bildungsverlusten führen, heißt es.

Der neue Bericht der Weltbank enthüllt, dass die Corona-Krise einen "dreifachen Schock" für die in der Entwicklung befindliche ostasiatische und pazifische Region bedeutet. Man geht davon aus, dass bis zu 38 Millionen Menschen in Armut bleiben oder in die Armut zurückgedrängt werden. Den Ergebnissen zufolge ist dies der erste deutliche Anstieg der Armut in der Region seit zwei Jahrzehnten. Laut Definition der Weltbank liegt die Armutsgrenze bei einem Pro-Kopf-Einkommen von 5,50 US-Dollar pro Tag.

Die Region Ostasien und Pazifik (EAP) umfasst China, südostasiatische Länder und die Pazifikinseln wie Fidschi und Samoa. Indien und andere südostasiatische Länder werden in dem Bericht nicht berücksichtigt. Dort heißt es:

Eine Produktionslinie zur Herstellung von Fahrrad-Stahlfelgen in einer Fabrik in Hangzhou, China

COVID-19 hat der Entwicklung in der Region Ostasien und Pazifik (EAP) einen dreifachen Schock versetzt: Die Pandemie selbst, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Eindämmungsmaßnahmen und die Auswirkungen der weltweiten Rezession, die durch die Krise ausgelöst wurde.

Es wird erwartet, dass die Wirtschaft der Region im Jahr 2020 nur um 0,9 Prozent wachsen wird, die niedrigste Rate seit dem Jahr 1967. Während man für China ein Wachstum von 2,0 Prozent im Jahr 2020 prognostiziert, wird für den Rest der EAP-Region ein Rückgang um 3,5 Prozent erwartet. Die Mongolei wird wahrscheinlich die erste Rezession seit dem Jahr 2009 erleben, wobei die diesjährige Wirtschaftsleistung voraussichtlich um 2,4 Prozent schrumpfen wird. Gründe hierfür sind die schwache Auslandsnachfrage und die COVID-19-Eindämmungsmaßnahmen, die insbesondere im Bergbau- und Dienstleistungssektor zum Tragen kommen werden. Die Weltbank erklärte, dass die von der Corona-Krise hinterlassenen Narben viele Jahre überdauern könnten, und stellte fest:

Krankheit, Nahrungsmittelunsicherheit, Arbeitsplatzverluste und Schulschließungen könnten zu Gesundheits- und Bildungsverlusten führen, die ein Leben lang anhalten könnten. Die Armen werden unverhältnismäßig stark benachteiligt sein, weil sie schlechteren Zugang zu Krankenhäusern, Schulen, Arbeitsplätzen und Finanzen haben.

Laut Victoria Kwakwa, EAP-Vizepräsidentin der Weltbank, trifft die Pandemie nicht nur die Armen am härtesten, sondern schafft auch neue Armut. Sie erklärte, dass "die Region mit einer beispiellosen Reihe von Herausforderungen konfrontiert ist und die Regierungen vor schwierigen Entscheidungen stehen". Kwakwa fügte hinzu, es gebe "kluge politische Optionen, die diese Kompromisse erleichtern können".

Das Wirtschaftswachstum der Region wird im kommenden Jahr voraussichtlich um 7,4 Prozent steigen, wobei China mit 7,9 Prozent das größte Wachstum verzeichnen wird.

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