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Seoul wirft Pjöngjang Verbrennung eines Südkoreaners als Maßnahme gegen Corona-Verbreitung vor

Seoul wirft Pjöngjang Verbrennung eines Südkoreaners als Maßnahme gegen Corona-Verbreitung vor
Seoul wirft Pjöngjang Verbrennung eines Südkoreaners als Maßnahme gegen Corona-Verbreitung vor. Auf dem Archivbild: Nordkoreanische Soldaten überwachen die Grenze zu Südkorea in der Nähe der Ortschaft Panmunjom, 16. September 2020
Südkorea hat Nordkorea ein brutales Verhalten gegenüber einem verschwundenen südkoreanischen Beamten vorgeworfen. Der Mann soll angeblich erschossen und dann verbrannt worden sein. Der Generalstab in Seoul fordert nun vom Nachbarland, die Verantwortlichen zu bestrafen.

Das südkoreanische Militär hat nach eigenen Angaben die Erschießung eines zuvor verschwundenen südkoreanischen Beamten durch Nordkorea bestätigen können und dem Nachbarland brutales Verhalten vorgeworfen. Der Generalstab forderte am Donnerstag von Nordkorea, das Vorgehen zu erklären und die Verantwortlichen zu bestrafen.

Symbolbild: Die Frau des nordkoreanischen Regierungsführers Kim Jong-un, Ri Sol-Ju, und die Frau des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in, Kim Jung-Sook, im Kinderkrankenhaus von Pjöngjang, Nordkorea, 18. September 2018.

Ein Vertreter der obersten Kommandobehörde in Seoul sagte unter Berufung auf eine Auswertung geheimdienstlicher Informationen:

Nordkorea fand den Mann in seinen Gewässern und verübte eine brutale Tat, als es ihn erschoss und seinen Körper verbrannte.

Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap hatte am Mittwoch unter Berufung auf Informanten berichtet, dass sich der Beamte des Ministeriums für Ozeane und Fischerei am Montag während einer Dienstfahrt auf einem Patrouillenschiff nahe der Seegrenze vor der Westküste nach Nordkorea habe absetzen wollen. Der Mann wurde in Südkorea als vermisst gemeldet, nachdem er plötzlich vom Schiff verschwunden war.

Yonhap zufolge gibt es Informationen, wonach Nordkorea die Leiche des Beamten als Maßnahme gegen eine Verbreitung des Coronavirus verbrannt habe. Der Befehlshaber der in Südkorea stationierten US-Truppen Robert Abrams hatte vor zwei Wochen gesagt, Angehörige einer nordkoreanischen Spezialtruppe hätten einen Schießbefehl gegen mögliche Schmuggler aus China erhalten, um die Einschleppung des Coronavirus zu verhindern. Der südkoreanische Geheimdienst untersucht nun, was den Beamten dazu gebracht haben könnte, in das Nachbarland überzulaufen.

Im Juli war ein nordkoreanischer Flüchtling, der drei Jahre in Südkorea gelebt hatte, in seine Heimat zurückgekehrt. Nach Angaben aus Nordkorea wies der Mann Symptome einer Corona-Infektion auf. 

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(rt/dpa)

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