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Südkoreanischer Gouverneur fordert gemeinsames Gesundheitszentrum mit Nordkorea

Südkoreanischer Gouverneur fordert gemeinsames Gesundheitszentrum mit Nordkorea
Symbolbild: Die Frau des nordkoreanischen Regierungsführers Kim Jong-un, Ri Sol-Ju, und die Frau des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in, Kim Jung-Sook, im Kinderkrankenhaus von Pjöngjang, Nordkorea, 18. September 2018.
Ein südkoreanischer Gouverneur will ein gemeinsames Gesundheitszentrum der beiden Koreas. Die nordkoreanische Regierung sorgt sich vor der Einschleppung des Coronavirus aus dem Süden.

Der südkoreanische Gouverneur der Provinz Gyeonggi, Lee Jae-myung, hatte die Idee bereits früher vorgestellt. Dieses Mal nannte er zwei mögliche Orte, wo sich Süd- und Nordkorea in der Gesundheitsversorgung annähern könnten. Ein möglicher Ort wäre nach Ansicht des Gouverneurs die nordkoreanische Stadt Kaesong. Hier war im Juni ein gemeinsames Büro abgerissen worden. Ein Gesundheitszentrum würde unter der Federführung beider Länder geleitet werden. Ein weiterer Ort wäre Kapehung.

Die Gesundheitsversorgung ist in Nordkorea kostenfrei und staatlich organisiert. Viele Fabriken haben angeschlossene Krankenstationen oder Krankenhäuser. Die meisten Krankenhäuser wurden in den 1960er und 1970er Jahren gebaut. Durch Sanktionen mangelt es an moderner Ausrüstung. Ein großes Problem stellen auch die Stromausfälle dar. Einige der Zentren haben deshalb Generatoren. In diesem Jahr wurde mit dem Bau eines neuen Krankenhauses in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang begonnen. 

Südkoreanische Behörden prüfen von nordkoreanischen Flüchtlingen betriebene Organisationen. Auf dem Archivbild: Luftballons mit Flugblättern, CDs und Inhalten gegen die nordkoreanische Führung steigen in den Himmel an der innerkoreanischen Grenze, 15. April 2012

Nordkorea musste sich in diesem Sommer gegen "katastrophale meteorologische Phänomenen" behaupten. Das Land erfuhr die zweithöchsten Niederschläge seit 25 Jahren. Überflutungen waren die Folge. Der Sturm Mayasak zerstörte zudem mehr als 2.000 Wohnhäuser. Es sind Ernteschäden zu befürchten und Hunderttausende Menschen könnten hungern.

Hinzu kam das Coronavirus. Bestätigte Fälle von Covid-19 Erkrankungen gab es in Nordkorea nur einen. Die nordkoreanische Regierung schickte jüngst 15.000 KF94-Schutzmasken zurück nach China, da diese aus Südkorea stammen könnten. Südkoreanische Produkte sind in Nordkorea verboten. Selbes gilt auch für chinesische Produkte, die in Zusammenarbeit mit ausländischen Herstellern produziert wurden. 

In Südkorea gibt es nach Regierungsangaben 22.783 bestätigte Fälle von an Covid-19 Erkrankten (Stand: 18. September 2020). Damit das Virus nicht aus China oder Südkorea nach Nordkorea überschwappt, wurde zwischen Nordkorea und China eine Pufferzone von ein bis zwei Kilometern eingerichtet. Das nordkoreanische Regierungsoberhaupt Kim Jong-un soll Schießbefehl erteilt haben, damit keine Eindringlinge ins Land kommen, die das Virus mitbringen könnten. 

Der südkoreanische Präsident Moon Jae-in ist davon überzeugt, dass ein Frieden zwischen Nord- und Südkorea möglich sei. Die Beziehungen zwischen Nord und Süd leiden seit der letzte Gipfel mit den Vereinigten Staaten im Februar 2019 ohne Ergebnisse ausging. Die nordkoreanische Regierung hatte eine Lockerung der Sanktionen erwartet. Vereinbarungen, die zwischen Seoul und Pjöngjang 2018 getroffen wurden, legte die nordkoreanische Seite auf Eis. 

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