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Trotz Desinteresse seitens Pjöngjang: USA signalisieren gegenüber Nordkorea Gesprächsbereitschaft

Trotz Desinteresse seitens Pjöngjang: USA signalisieren gegenüber Nordkorea Gesprächsbereitschaft
Trotz Desinteresse seitens Pjöngjang: USA signalisieren gegenüber Nordkorea Gesprächsbereitschaft (Archivbild)
Die Verhandlungen über Nordkoreas Atomprogramm kommen seit dem gescheiterten Gipfel zwischen Donald Trump und Kim Jong-un im Februar 2019 nicht voran. Nachdem Nordkorea sein Desinteresse an dem Dialog gezeigt hat, deuten die USA ihre Gesprächsbereitschaft an.

Trotz des monatelangen Stillstands im Atomstreit mit Nordkorea betonen die USA ihre Bereitschaft zum Dialog mit der Führung in Pjöngjang. US-Vizeaußenminister Stephen Biegun hat am Mittwoch bei einem Besuch in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul eine Erklärung seiner nordkoreanischen Amtskollegin Choe Son-hui gekontert, wonach Pjöngjang kein Interesse an Gesprächen habe.

Nordkorea sieht keine Notwendigkeit für neue Verhandlungen mit USA. Auf dem Archivbild: US-Präsident Donald Trump trifft Nordkoreas Staatschef Kim Jong-un in der demilitarisierten Zone an der innerkoreanischen Grenze, 30. Juni 2019

Nach seinen Gesprächen mit südkoreanischen Regierungsvertretern sagte der US-Diplomat, er bekomme seine Anweisungen nicht von Choe. Biegun zufolge richte sich sein Fokus und der seines Teams weiter nach den Visionen, die Trump und Kim bei ihren bisherigen drei Treffen vermittelt hätten. Dabei gehe es um einen dauerhaften Frieden auf der koreanischen Halbinsel, die Beseitigung von Atomwaffen auf der Halbinsel sowie "eine hellere Zukunft für die Koreaner". Sein Gesprächspartner aus Nordkorea müsse aber ermächtigt sein, über ebendiese Probleme zu verhandeln. Sollte ihm die nordkoreanische Führung einen Gesprächspartner bereitstellen, wäre man unverzüglich für Verhandlungen bereit, erklärte der US-Vizeaußenminister.

Biegun widersprach zugleich Spekulationen, wonach Nordkorea während seines Besuchs in der Region nicht zu einem Treffen mit ihm bereit sei:

Wir haben um kein Treffen mit den Nordkoreanern gebeten.

Der US-Sondergesandte für Nordkorea hatte zuletzt die Chancen für einen neuen Gipfel vor den Präsidentschaftswahlen im November als gering eingestuft.

Ein Schild zeigt die Entfernung zu Nordkoreas Stadt Kaesŏng und Südkoreas Hauptstadt Seoul, 24. Juni 2020 im Friedenspark Imjingak in der Grenzstadt Paju.

Der südkoreanische Sonderbeauftragte für die koreanische Halbinsel und Sicherheitsfragen, Lee Do-hoon, sagte nach seinem Treffen mit Biegun, dieser habe bekräftigt, dass die USA weiter flexibel sein wollten, um ein "ausbalanciertes Abkommen" mit Nordkorea zu erreichen.

Die Aussicht auf eine baldige Wiederaufnahme der Verhandlungen hatte sich zuletzt weiter eingetrübt. Am vergangenen Samstag warf Choe Son-hui, die erste Vizeaußenministerin Nordkoreas, den USA vor, den Dialog mit Pjöngjang nur als Werkzeug in der "inneramerikanischen politischen Krise" zu nutzen. Die Führung in Washington irre sich, falls sie denke, dass die Verhandlungen noch intakt seien. Es gebe keine Notwendigkeit, "den USA von Angesicht zu Angesicht gegenüber zu sitzen".

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