icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Unentschlossene Natur: Intersexualität in der Dominikanischen Republik (Video-Doku)

Unentschlossene Natur: Intersexualität in der Dominikanischen Republik (Video-Doku)
Unentschlossene Natur: Intersexualität in der Dominikanischen Republik
Die Bevölkerung einer der bedürftigsten Regionen der Dominikanischen Republik sieht sich nicht nur mit Armut konfrontiert. Die Ortschaft Las Salinas weist eine ungewöhnlich hohe Rate an Menschen auf, deren Geschlecht sich während der Pubertät plötzlich verändert hat.

Intersexuelle Menschen, deren Geschlechtsidentität den traditionellen binaren Rahmen sprengt, werden im karibischen Land Hermaphroditen, Machihembras ("Weibsmänner") und Güevedoces ("Hoden-Zwölfer") genannt. Für einige der Betroffenen könnte eine plastische bzw. geschlechtsangleichende Operation eine Lösung sein, aber ein solcher Eingriff kostet eine Menge Geld und kann nicht das gesellschaftliche Stigma heilen, mit dem Intersexuelle von klein an leben.                  

Geschlechtsneutrale Toilette New York City, USA, 19. April 2017.

Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass mit diesem Problem ein Prozent der Weltbevölkerung, also rund 77 Millionen Menschen konfrontiert sind. In den 1970er Jahren hat die US-amerikanische Endokrinologin Julianne Imperato-McGinley Las Salinas besucht, um die sonderbaren Fälle der Intersexualität zu erforschen. Dabei stellte die Forscherin fest, dass jedes 50. Kind in dieser dominikanischen Ortschaft mit einem unterentwickelten männlichen Glied zur Welt kam und führte dies auf einen angeborenen Mangel an 5α-Reduktase zurück, einem Enzym, das für die Herausbildung der männlichen Genitalien ausschlaggebend ist.

Die Einheimischen haben jedoch ihre eigene Theorie, wonach die Intersexualität mit Salz zu tun haben soll. Der Boden sei salzig. In Las Salinas gebe es sogar eine Salz- und Gips-Mine. Wissenschaftler bestreiten trotzdem, dass die Intersexualität von externen Faktoren verursacht wird. Letztendlich kommt es zu solchen Fällen im ganzen Land und nicht nur in dieser einen Region. Wie dem auch sei, das Thema bleibt in der Dominikanischen Republik nach wie vor tabu. RT hat mit seinem Spezialbericht versucht, dem Phänomen vor Ort auf den Grund zu gehen.

Mehr zum ThemaFrau oder Mann? Debatte um Geschlecht von Medaillengewinnerinnen entzweit China

Folge uns aufRT
RT

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen