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USA ziehen sich zurück: Washington rät Diplomaten, Venezuela zu verlassen

USA ziehen sich zurück: Washington rät Diplomaten, Venezuela zu verlassen
Dieses Foto vom 22. Mai 2018 zeigt die US-Botschaft in Caracas.
Die USA haben alle "nicht wesentlichen" Diplomaten und Botschaftsmitarbeiter angewiesen, Venezuela "aus Sicherheitsgründen" zu verlassen. Zuvor beendete Nicolas Maduro die diplomatischen Beziehungen zu Washington wegen der Anerkennung eines Oppositionellen als Präsident.

Das Außenministerium hat auch US-Bürger in Venezuela gewarnt, dass sie das Verlassen des Landes "stark in Betracht ziehen" sollten, nachdem Maduro erklärt hatte, dass die USA ihre Mitarbeiter aus Caracas abziehen sollten, "wenn sie Verstand hätten".

Die Trump-Administration lehnte zunächst Maduros Ultimatum ab und behauptete, er sei nicht befugt, eine solche Entscheidung zu treffen, nachdem Oppositionsführer Juan Guaido als amtierender Staatschef anerkannt worden sei. Guaido, der Vorsitzende der Nationalversammlung, erklärte sich zum rechtmäßigen Präsidenten und schwor sich am Mittwoch selbst ein. Der Zug wurde sofort von Washington und seinen Verbündeten unterstützt.

Der nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, John Bolton, spricht während einer Pressekonferenz im Weißen Haus in Washington, 27. November 2018.

Die USA und Venezuela haben seit mehr als zehn Jahren keine Botschafter ausgetauscht, sondern bisher diplomatisches Personal im Land des anderen unterhalten. Am Donnerstag ordnete Venezuela an, dass seine Botschaften und Konsulate in den USA geschlossen werden. Das venezolanische Außenministerium gab an, dass einzig die Botschaft geöffnet bleiben wird.

Mit Unterstützung des Weißen Hauses, das sich bereit erklärte, Venezuela über die "legitime" von Guidos geführte Regierung mehr als 20 Millionen US-Dollar an humanitärer Hilfe zu gewähren, hat der Oppositionsführer geschworen, "Usurpator" Maduro zu stürzen.

Venezuelas Außenminister Jorge Arreaza beschuldigte die USA, einen Staatsstreich in Caracas zu schüren, während Verteidigungsminister Vladimir Padrino Trump vorwarf, einen "Wirtschaftskrieg" gegen sein Land zu führen.

Während Trumps Schritt von Washingtons Verbündeten in Lateinamerika, darunter Brasiliens neuer Präsident Jair Bolsonaro, unterstützt wurde, verurteilten der NATO-Partner Türkei, Russland, China und der Iran die Einmischung der USA in die inneren Angelegenheiten Venezuelas. Der russische Präsident Wladimir Putin erklärte, es handele sich bei den USA um eine "destruktive externe Einmischung, die grob gegen die grundlegendsten Normen des Völkerrechts verstößt".

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