Bayerische Wirtschaft: Wir brauchen Russland als strategischen und wirtschaftlichen Partner

Bayerische Wirtschaft: Wir brauchen Russland als strategischen und wirtschaftlichen Partner
Infolge des sich ausweitenden Abgas-Skandals bei VW und den nun drohenden Absatzverlusten in der Automobilbranche hat die bayerische Wirtschaft ein Ende der Sanktionen gegen Russland gefordert. Im Bundesland Bayern sind unter anderem wichtige deutsche Autohersteller wie BMW beheimatet.

Im Interview mit dem Handelsblatt sagte der Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, Alfred Gaffal:

„Wir brauchen Russland nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht, sondern auch als strategischen Partner, um gemeinsam die globalen Probleme zu lösen.“
Quelle: surber/CC BY 2.0

In diesem Zusammenhang betont Gaffal, dass es unabdingbar sei, mit Russland bei der Bekämpfung des selbsternannten „Islamischen Staates“ zusammenzuarbeiten. Er mahnte:

„Die Situation in Syrien ist ohne Russland nicht in den Griff zu bekommen.“
Um die richtigen Voraussetzungen für eine neue Annäherung zwischen dem Westen und Russland zu schaffen, müsse das Sanktionsregime gegen die Russische Föderation aufgehoben werden. Gaffal gab zu verstehen:
„Daher begrüßen wir jede Initiative, bei der Suche nach einer Friedenslösung für Syrien eine engere Zusammenarbeit mit Russland zu suchen und entsprechende Gespräche mit Präsident Putin aufzunehmen.“
Zuvor hatte bereits die deutsch-russische Außenhandelskammer kritisch angemerkt, dass die verhängten Sanktionen nicht die erhoffte „politische Einsicht“ in Moskau erwirkt hätten.

 

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