Kommt im September der Super-Crash? Wachsende Zahl von Prognosen sagt Finanz-Apokalypse voraus

Quelle: socioecohistory.files.wordpress.com
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Überall in den Weiten des Internets werden derzeit, vom professionellen Analysten bis hin zum Hobby-Theoretiker, Alarmmeldungen verbreitet, dass der kommende Monat einige unschöne ökonomische Überraschungen bereit halten könnte. Kommt es zum globalen Crash oder dienen die düsteren Voraussagen und die Vorbereitungen nervöser Zeitgenossen letztendlich nur als wirtschaftliches Konjunkturprogramm für die USA?

von RT-Autor Robert Bridge

Trotz exorbitanter Vorstandsgehälter, Rekordgewinnen an der Wall Street und dem steigenden Dollar warnt eine wachsende Zahl von Vorhersagen, dass die positiven Wirtschaftsdaten trügen könnten - etwa so wie eine neue Lackierung, die ein Gebrauchtwagenhändler benutzt, um die Tatsache zu verschleiern, dass der Motor eines Wagens kaputt ist.

Quelle: euno/ CC BY 2.0

Gerald Celente, der Gründer von Trends Research, der auch die Panik von 2008 voraussagte, sagt, ein baldiges ökonomisches Erdbeben wird seine Schockwellen rund um den Globus schicken. Gegenüber King World News sagte Celente kürzlich:

"Wir werden einen globalen Crash der Aktienmärkte sehen. Es wird eine Panik auf den Straßen geben, von der Wall Street bis Shanghai, von Großbritannien bis runter nach Brasilien. Wir werden sehen, wie ein Markt nach dem anderen beginnt zu kollabieren."

Doug Casey, ein erfolgreicher Investor und der Chef von Casey Research, sieht wenige Gründe um angesichts des aktuellen wirtschaftlichen Klimas optimistisch zu sein. In Bezug auf das Quantitative Easing-Programm der US-Notenbank FED, schrieb er jüngst im Reason Magazin:

"Von diesen dummen Regierungen, die Billionen über Billionen an neuem Geld drucken, werden die Voraussetzungen für eine Katastrophe historischen Ausmaßes geschaffen."

Casey rät auch davon ab, zu viel Geld bei irgendeiner Finanzinstitution zu lagern und konstatiert:

"Die meisten Banken der Welt sind bereits bankrott."

In einem Gespräch zwischen dem Analysten Larry Edelson und dem Chefanalysten Mike Burnik von Weiss Research, das kürzlich stattfand, machte Edelson eine gewaltige Voraussage und gab sogar ein exaktes Datum für die von ihm prognostizierten Entwicklungen an, die eine "Achterbahnfahrt durch die Hölle" sein werden:

"Am 7. Oktober 2015, wird der erste ökonomische Super-Kreislauf seit 1929 eine globale finanzielle Krise epischen Ausmaßes auslösen. Diese wird Europa, Japan und die Vereinigten Staaten in die Knie zwingen und für die nächsten fünf Jahre rund eine Milliarde Menschen auf eine Achterbahnfahrt durch die Hölle schicken. Ein Höllenritt, wie ihn keine Generation zuvor je erlebt hat. Ich bin 100 Prozent überzeugt davon, das dies in den nächsten Monaten geschehen wird."

Neue Studie belegt: Vertauen ins System in EU im Sinkflug. Foto: kritisches-netzwerk.de

Dazu kommen dutzende weitere apokalyptische Prognosen in Bezug auf die Lage der globalen Ökonomie, die den Beobachter durchaus benommen und hoffnungslos zurücklassen können - wie das Anschauen einer Flutwelle, die auf einen zu rast, im vollen Bewusstsein, dass es keine Möglichkeit gibt dieser zu entkommen.

Währenddessen ist das Vertrauen der US-Amerikaner in ihre Wirtschaft im Juli auf den niedrigsten Stand dieses Jahres gesunken, wie das Gallup-Institut Anfang dieses Monats bekannt gab.

Vielleicht sorgte auch das pausenlose Einprasseln negativer Nachrichten - von der griechischen Tragödie bis hin zur Abwertung der chinesischen Währung - dafür, dass die US-Amerikaner überzeugt davon sind, dass sich die weltweite Wirtschaft in gefährlichen Gewässern befindet. Und in der Tat: Wenn man den glänzenden Lack der US-Wirtschaft ein wenig abkratzt, kommt sofort der abgenutzte, rostige Kern zum Vorschein. Jeff Berwick, ein kanadischer Unternehmer und Autor sagte kürzlich gegenüber Gordon T. Long in einem Interview

:

"Es geschieht genug im September, um mich unglaublich neugierig und auch besorgt zu machen, was die Folgen sind."

Berwick zählt auf:

- Jade Helm 15, eine streng geheime Übung des US-Militärs, die in sieben südwestlichen Bundesstaaten gleichzeitig stattfindet, soll am 15. September enden.

- Papst Franziskus plant am 25. September eine Rede anlässlich des 70. Jubiläums der UN-Generalversammlung in New York zu halten.

- Das Federal Open Market Committee (FOMOC) der US-Notenbank FED wird vom 16. bis 17. September tagen. Es wird vermutet, dass FED-Chefin Janet Yellen dort die Anhebung der Zinssätze bekannt geben wird, was - Experten zufolge - eine wirtschaftliche Panik auslösen kann.

Bereits 47 Millionen US-Amerikaner sind auf Essensmarken angewiesen. Bildquelle: thegatewaypundit.com

In der Tat gleicht die Hysterie bezüglich der kommenden Monate einer Art Fieberanfall. Einige Analysten ziehen sogar die Bibel heran, um ihre Thesen zu untermauern. So fällt etwa das siebte Jahr des biblischen Landwirtschaftszyklus - wie er in der Tora beschrieben wird - auf den 15. September 2015. Dies wird als "echter Jahrtausend-Event" bezeichnet, da das Ereignis mit einer so genannten Tetrade der Blutmonde (vier aufeinander folgende Mond-Finsternisse), die alle auf jüdische Feiertage fallen, korreliert. Analysten, die derartige astrologische Daten im Blick haben, geben an, dass eine Vielzahl von großen Ereignissen auf das Ende des "sieben-jährigen Wirtschaftszyklus" fallen.

Im Herbst 2008 erlitt die Welt beispielsweise die schlimmste finanzielle Krise seit Jahrzehnten, während im September 2001 die schwersten Angriffe auf die Vereinigten Staaten auf deren eigenem Territorium stattfanden - gefolgt von einem massiven Ausverkauf an der Wall Street, nachdem die Märkte am 17. September wieder öffneten.

Was auch immer in den kommenden Wochen und Monaten passieren wird. Die zunehmend skeptische Sicht der US-Amerikaner auf das Fundament ihrer Wirtschaft macht die Lage zusätzlich gefährlich. Aber auch wenn nichts geschieht - wie etwa bei den apokalyptischen Voraussagen zur Jahrtausendwende - wird die Vorbereitung auf mögliche Einschläge und die Anschaffung von Vorräten der Wirtschaft helfen. Und die Verfassung der US-Wirtschaft ist so schlecht, dass sie jede Hilfe gebrauchen kann - auch als Resultat möglicher Verschwörungstheorien.

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