Ukraine schaltet Stromversorgung der Krim ab

Quelle: Umberto Salvagnin/CC BY 2.0
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Nach gescheiterten Gesprächen in Wien über neue Erdgaspreise für die Ukraine hat die Kiewer Regierung entschieden, ab dem 1. Juli kein Erdgas mehr aus Russland zu kaufen. Daraufhin entschied die Jazenjuk-Regierung kurzerhand, die Krimhalbinsel von der landesweiten Stromversorgung abzuschneiden.

Am 1. Juli um 00.00 Uhr, also vergangenen Mittwoch, hat die ukrainische Staatselektrizitätsgesellschaft „Ukrenergo" die Versorgung der Krim am Schwarzen Meer, die letztes Jahr in die Russische Föderation aufgenommen wurde, eingestellt, informierte das Ministerium für Energie und Kohlebergbau in Kiew.

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Auf die Frage nach einer baldigen Wiederaufnahme der Versorgung teilte Wolodimir Demtschischin, der ukrainische Minister für Energie und Bergbau, kurzerhand mit, Lieferungen würden erst gestattet, wenn die Krim eine Preiserhöhung für Elektrizität von 14 Prozent akzeptiere.

Unterdessen sagte Viktor Plakida, Direktor der auf der Krim beheimateten Elektrizitätsgesellschaft „Krimenergo“, dass die ukrainischen Bedingungen akzeptiert würden und dass die „Elektrizitätsversorgung hoffentlich bald wieder einsetzt“.

Darüber hinaus informierte Plakida die an der Pressekonferenz teilnehmenden Journalisten, dass die Krim ab dem kommenden Dezember an das Stromnetz Russlands angeschlossen werde. „Die Krim wird nicht mehr von der Ukraine abhängig sein.“

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