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Riesen-Gasfund vor Küste könnte Wendepunkt für Südafrika darstellen

Riesen-Gasfund vor Küste könnte Wendepunkt für Südafrika darstellen
Symbolbild: Gas- und Ölförderanlage des Total-Konzerns in Nigeria
An der Küste vor Südafrika hat man kürzlich ein massives Erdgas- und Kondensatvorkommen entdeckt, das eine neue Förderquelle für Ölkonzerne eröffnet und das Energiepotenzial des Landes verändern könnte.

Der französische Großkonzern Total erklärte, dass er eine bedeutende Entdeckung an den Brulpadda-Feldern vor der Südküste Südafrikas gemacht habe.

Der Bau schreitet voran: Baggerarbeiten bei Lubmin im Februar 2019.

"Mit dieser Entdeckung hat Total ein neues Gas- und Ölspiel von Weltklasse eröffnet und ist gut positioniert, um mehrere Folgeprojekte im selben Block zu testen", erklärte Kevin McLachlan, Senior Vice President Exploration bei Total.

Laut Patrick Pouyanné, dem Vorstandsvorsitzenden von Total, könnte die Entdeckung Gas- und Kondensatressourcen umfassen, die einem Äquivalent von einer Milliarde Barrel Öl entspechen.

Der Betreiber der Lizenz, Total, sowie seine Partner Qatar Petroleum, CNR International und das südafrikanische Konsortium Main Street, planen nun, in diesem Jahr 3D-Seismikdaten zu erfassen. Danach sollen im Rahmen der Lizenz bis zu vier Erkundungsbohrungen erfolgen.

"Es ist aufregend für unser Land, dass diese Entdeckung gemacht wurde. Es ist potenziell ein großer Schub für die Wirtschaft, und wir begrüßen ihn, da wir weiterhin Investitionen anstreben, damit unsere Wirtschaft wächst", sagte Südafrikas Minister für Bodenschätze Gwede Mantashe zu dem großen Gasfund.

Das African Energy Chamber (AEC) begrüßte die erste große Tiefsee-Entdeckung vor Südafrika ebenso mit den Worten: "Dies ist ein großer erster Schritt für das Land, das trotz der großen Reserven, die vermutlich in seinem Boden und seinen Gewässern liegen, immer noch auf Öl- und Gasimporte angewiesen ist."

Laut AEC könnte die Entdeckung den Kurs der südafrikanischen Wirtschaft verändern und dazu beitragen, die Abhängigkeit des Landes von Öl- und Erdgasimporten zu verringern.

"Die Ölindustrie hofft, dass dies sowohl Impulsgeber als auch Ansporn für alle politischen Entscheidungsträger sein wird, um an einem günstigen Geschäftsumfeld für Erkundungs- und Bohraktivitäten in Südafrika zu arbeiten", sagte NJ Ayuk, geschäftsführender Präsident des AEC.

Südafrika arbeitet derzeit an neuen Rechtsvorschriften, die die Bedingungen für die Erschließung und Ausbeutung von Öl- und Gasvorkommen von denen für traditionelle Mineralien trennen sollen.

Andrew Latham, Vizepräsident für globale Exploration bei der Beratungsgesellschaft für natürliche Ressourcen von Wood Mackenzie, kommentierte die Entdeckung von Total wie folgt:

"Auch wenn die Bohrung kein Ölfund ist, wird sie immer noch einen Wendepunkt für Südafrika darstellen, wenn sich Brulpadda als annähernd so groß erweist wie die Schätzungen von bis zu einer Milliarde Barrel öläquivalenter Ressourcen."

Obwohl das schwierige Tiefwasserumfeld eine Herausforderung darstellen könnte, dürften die Schwierigkeiten mit denen im Westen von Shetland in der britischen Nordsee vergleichbar sein – einer Region, die Total gut kennt und in der das Unternehmen über entsprechende Erfahrungen verfügt, stellte Latham fest.

Im Hinblick auf das Potenzial der Entdeckung, damit den Gasbedarf Südafrikas zu decken, sagte Akif Chaudhry, Chefanalyst der Rohstoffanalytik bei Wood Mackenzie:

"Während die Entwicklung der Gaswirtschaft aussichtsreich erscheint, erfordert langfristiges Wachstum einen klaren Plan der Regierung."

Während Südafrika derzeit neue Gesetze zur Erschließung von Öl- und Gasressourcen erarbeitet, haben die Offshore-Regionen auf dem gesamten afrikanischen Kontinent in jüngster Zeit ein wachsendes Interesse von Öl- und Gaskonzernen geweckt, die bereit sind, den ihrer Meinung nach nächsten Explorations-Hotspot der Welt zu erschließen. BP und Shell bauen ihre Präsenz in Afrika aus, während ExxonMobil sich auf das westliche und südliche Afrika konzentriert und Beteiligungen an Feldern in Ghana, Mauretanien, Namibia und Südafrika erwirbt, in der Hoffnung, Funde von nicht weniger als einer Milliarde Barrel Rohöl zu machen, die auch als Elefant bezeichnet werden.

Südafrika war einer der Hotspots für vielversprechende Erkundungsbohrungen, die Wood Mackenzie für dieses Jahr ermittelt hatte – neben Guyana, Brasilien, Mexiko, dem Golf von Mexiko (USA), Zypern und der Barentssee bei Norwegen.

Die größte Tiefsee-Entdeckung des Konzerns Total vor der Küste Südafrikas eröffnet nun möglicherweise eine neue Welle von bedeutenden Bohrungen in diesem Gebiet und lässt auf die nächste Entdeckung mit einem Äquivalent von einer Milliarde Barrel hoffen.

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