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Russland bewertet Staatshaushalt unter Berücksichtigung von Coronavirus-Risiken neu

Russland bewertet Staatshaushalt unter Berücksichtigung von Coronavirus-Risiken neu
Der russische Premierminister Michail Mischustin während einer Regierungssitzung am 13. Februar.
Der russische Regierungschef hat seine Minister aufgefordert, sowohl die bestehenden Sanktionsrisiken als auch die Folgen der Coronavirus-Ausbreitung zu analysieren. Die Ergebnisse sollen bei der Erstellung des neuen russischen Haushaltsplans beachtet werden.

Russlands Premierminister Michail Mischustin hat die Regierung aufgefordert, beim Erarbeiten des neuen Haushaltsplans sowohl die seit langem bestehenden Sanktionsrisiken als auch die Folgen der Coronavirus-Ausbreitung zu analysieren. Am Montag sagte er:

Bei der Bildung von Schlüsselindikatoren für den Haushalt müssen alle Risiken sorgfältig analysiert werden. Sowohl die früheren, die mit den Sanktionen verbunden waren, als auch die möglichen neuen Risiken aufgrund der Reaktion der Weltwirtschaft auf das Coronavirus.

Der Premier fügte hinzu, dass die Regierung "alle Maßnahmen" in Betracht ziehen sollte, um die Auswirkungen der Krankheit zu mildern.

Die rasche Ausbreitung des neuen Coronavirus, auch bekannt als COVID-19, über die Grenzen Chinas hinaus löste weitverbreitete Ängste vor einem wirtschaftlichen Abschwung aus. In der vergangenen Woche erlitten die Aktienmärkte den schlimmsten Einbruch seit der globalen Finanzkrise im Jahr 2008. Gleichzeitig fielen die Öltermingeschäfte auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahr. Man befürchtet, dass das Virus die Ölnachfrage senken könnte, da China einer der größten Importeure von Rohöl ist.

Es wird erwartet, dass die Organisation der erdölexportierenden Länder (OPEC) den Markt während ihrer nächsten Zusammenkunft Ende dieser Woche unterstützen wird. Die Hoffnung, dass sich die Mitglieder und die Verbündeten großer Ölproduzenten auf weitere Kürzungen der Fördermengen einigen werden, ließ die Rohölpreise am Montag steigen. Wobei sowohl die Marke Brent als auch WTI um etwa ein Prozent zulegten.

Am Sonntag traf sich der russische Präsident Wladimir Putin mit den Energiebeauftragten des Landes und den Leitern der großen Öl- und Gasunternehmen, um die Lage auf den globalen Energiemärkten zu erörtern. Während er darauf hinwies, dass die aktuellen Preise für Moskau akzeptabel sind, betonte er, dass die Zusammenarbeit mit der OPEC "ein effizientes Instrument zur Sicherung der langfristigen Stabilität" ist. Allerdings gab er nicht bekannt, ob die russische Delegation bei den bevorstehenden Gesprächen in Wien weitere Kürzungen unterstützen wird.

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