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Russland: Explosion und Feuer in großem Viruslabor und Lager für HIV-, Ebola- und Milzbrand-Stämme

Russland: Explosion und Feuer in großem Viruslabor und Lager für HIV-, Ebola- und Milzbrand-Stämme
(Symbolbild)
Eines der weltweit größten Virusforschungszentren in Sibirien soll Berichten zufolge teilweise in Flammen aufgegangen sein, nachdem eine Explosion die Einrichtung erschütterte. Das Zentrum ist bekannt als Lagerstätte für Ebola-, HIV-, Milzbrand- und andere Stämme.

Feuerwehrleute und Rettungsdienste eilten am Montag zu einem Brand in Kolzowo, einem wissenschaftlichen Zentrum, das mehrere Kilometer von Nowosibirsk entfernt ist. Die Situation wurde schnell von einem gewöhnlichen Notfall zu einem schweren Vorfall heraufgestuft, da die Explosion und der Brand das russische Forschungszentrum für Virologie und Biotechnologie, das oft als Wektor-Institut bezeichnet wird, betrifft.

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Das Labor ist bekannt dafür, Impfstoffe gegen Ebola und Hepatitis entwickelt zu haben, sowie Epidemien und allgemeine Fragen der Immunologie zu untersuchen. Während des Kalten Krieges galt es als Teil des inzwischen aufgelösten sowjetischen Programms für biologische Waffen, was bedeutet, dass einige der gefährlichsten Stämme – darunter Pocken, Ebola, Milzbrand und andere Seuchen – immer noch auf dem Gebäude des Instituts aufbewahrt werden.

Vor diesem Hintergrund reagierte die örtliche Niederlassung des Notfallministeriums schnell auf den Anruf und schickte 13 Feuerwehrfahrzeuge und 38 Feuerwehrleute, die Minuten nach ihrer Ankunft das sechsgeschossige Gebäude betraten. Der Brand wurde im vierten Stockwerk, wo zurzeit Reparaturarbeiten laufen, lokalisiert und schnell gelöscht.

Die Berichte der lokalen Behörden waren auffallend detailliert, verschiedene Quellen deuten darauf hin, dass es sich um eine Gasexplosion handelte, die einen Brand auf der Baustelle ausgelöst hatte. Ein Bauarbeiter erlitt Verbrennungen an den Beinen und wurde zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

Der Bürgermeister von Kolzowo versicherte der Öffentlichkeit, dass es keine Freisetzung von Gefahrstoffen gegeben hat. Er erklärte:

Während der geplanten Reparaturarbeiten in einem der Räumlichkeiten im Wektor-Institut […] kam es auf einer Fläche von ungefähr 30 Quadratmetern zu einer Explosion, die zu einem Brand führte. Ein Mitarbeiter des Bauunternehmens wurde verletzt. Er wurde ins Krankenhaus gebracht.

Dennoch bleibt die genaue Ursache der Explosion unbekannt und eine Untersuchung wurde eingeleitet.

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