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Neuer Roskosmos-Chef: Russland erwägt Einsatz von wiederverwendbaren Raketen

Neuer Roskosmos-Chef: Russland erwägt Einsatz von wiederverwendbaren Raketen
Maßstabgetreues Modell eines wiederverwendbaren Boosters der ersten Stufe des Typs Baikal.
Russland erwägt, wiederverwendbare erste Stufen für seine Raketen zu entwickeln, die jedoch eher horizontal als im Stil der Falcons von SpaceX landen könnten, erklärte Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin. Den Erfolg des SpaceX-Chefs Elon Musk betrachtet er kritisch.

Die neue schwere Sojus-5-Rakete, die derzeit von Russland entwickelt werde, müsse leistungsfähiger werden und dennoch billiger bleiben als die Produkte der Konkurrenz, sagte der kürzlich ins Amt getretene Chef des russischen Raumfahrtunternehmens der Nachrichtenagentur TASS am Donnerstag in einem ausführlichen Interview.

"Musk lebt vor allem von gut dotierten Staatsaufträgen"

Während Moskau den Einsatz von wiederverwendbaren Elementen an den Sojus-5-Systemen prüft, um die Kosten für Starts weiter zu senken, stellt die Gewährleistung der Wiederverwendbarkeit für sich allein keine universelle Lösung dar, um dieses Ziel zu erreichen, glaubt Rogosin. Auch SpaceX von Elon Musk, das derzeit einzige Unternehmen, das wiederverwendbare Raketen kommerziell in sein Portfolio eingegliedert hat, schafft es, die Kosten auf andere Weise zu senken, betonte der russische Weltraumchef.

Musks Vorteil ist nicht die Wiederverwendbarkeit, sondern dass die US-Regierung ihm Dumpingpreise auf dem Markt ermöglicht. Musk verkauft seine Starts für das Doppelte an das Pentagon, deckt so seine Verluste auf dem kommerziellen Markt ab und schaltet Konkurrenten aus, denen solch ein großzügiger Staat im Rücken fehlt", sagte Rogosin.

Aufgrund seiner Geografie sei Russland weitgehend nicht in der Lage, wiederverwendbare Booster im Falcon-Stil herzustellen, die einen vertikalen Abstieg zu einer beweglichen Plattform auf See ermöglichen würden. Deshalb müsse man einem alternativen Weg folgen, mit horizontalen Landungen auskommen oder sich auf Fallschirme verlassen, sagte der Roskosmos-Chef. Rogosin erklärte:

Aufgrund unserer geografischen Lage fehlt es uns an solchen Möglichkeiten. Wir können keine Meeresplattformen in die Altai-Berge oder in die Permafrost-Ebenen Jakutiens bringen. [...] Was die Mittel zur Rückführung angeht, so kann diese im Flugzeug-Stil oder mittels eines Fallschirmsystems umgesetzt werden.

Kosten sollen um fast die Hälfte sinken

Bereits im Juni hatten russische Beamte bestätigt, dass Roskosmos ein Projekt für eine flugzeugartige, wiederverwendbare erste Stufe für Superleichtraketen vorgelegt worden sei. Die genannte Rakete wäre in der Lage, Objekte bis zu einer Masse von etwa 600 Kilogramm auf eine sonnensynchrone Umlaufbahn um die Erde zu heben, was in der Regel einer Höhe von 600 bis 800 Kilometern entspricht. Der wiederverwendbare Booster kann bis zu 50 Starts absolvieren, danach wird ein Austausch der Haupttriebwerke erforderlich. Es wird erwartet, dass das neu entwickelte System die Kosten für Starts im Vergleich zu herkömmlichen Einweg-Trägern um fast die Hälfte senken kann, so die russische Stiftung für fortgeschrittene Forschungsprojekte.

Das neue Projekt basiert grob auf dem Konzept einer wiederverwendbaren ersten Stufe für die Raketen der Angara-Familie, die "Baikal" genannt werden. Dieses Projekt ging bislang jedoch noch nie über ein maßstabsgetreues Modell hinaus, das auf einer Reihe von Ausstellungen gezeigt wurde.

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