Russland

Fake News: Bild von getöteten Hunden in Russland stammt eigentlich aus Pakistan

Zur Zeit geistert ein grausames Bild durch die sozialen Medien, das getötete Hunde in Russland zeigen soll. Allerdings: Bild stammt gar nicht aus Russland, sondern aus Pakistan. Das Bild wurde auch zur Bebilderung der entsprechenden Agenturmeldung von AFP genutzt.
Fake News: Bild von getöteten Hunden in Russland stammt eigentlich aus PakistanQuelle: Reuters

Just vor dem Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland verbreitete sich in den sozialen Medien das Gerücht, die russischen Behörden würden massenweise Straßenhunde sammeln und einschläfern. Der stellvertretende Ministerpräsident Vitalij Mutko versicherte dagegen, dass alle eingesammelten Tiere artgerecht untergebracht werden würden.

Vor wenigen Tagen begann allerdings ein Bild im Internet zu kursieren, das zeigen soll, wie tote Hunde auf einer Straße irgendwo in Russland herumliegen. 

Das Bild, hier von einem proukrainischen Twitter-Aktivisten geteilt, verbreitete sich sehr rasch.

Doch in Wahrheit stammt das Bild nicht aus Russland. Es wurde vor zwei Jahren in Pakistan aufgenommen und von der Nachrichtenagentur Reuters veröffentlicht.

Wie correctiv  berichtete, ist das Bild, das später in den sozialen Medien kursierte, auf eine Meldung der Agentur AFP zurückzuführen. Diese hatte im Januar einen Bericht über die vermeintliche Tötung von streunenden Hunden in Russland anlässlich der Fußball-WM veröffentlicht, bei der sie das Reuters-Bild aus Pakistan verwendet hatte. Nur wer genau hinschaute, konnte am Ende der Bildunterschrift lesen, dass es sich um ein Symbolbild handelt. Dabei schnitt AFP das Bild jedoch so, dass der Bezug zu Pakistan - etwa die Autorikschas im Hintergrund - nicht mehr zu erkennen war.

Mehr zum Thema - "Putins Spiele" und die Qualitätsmedien (III) – Heute: Putins Überfall auf das eigene Volk

Anmerkung Redaktion: Mittlerweile hat correctiv sein Meldung mit folgender Korrektur ergänzt:

Anmerkung, 21. Juni 2018: Im letzten Absatz stand in einer früheren Version, AFP habe das Bild im Januar 2018 in einem Artikel benutzt – tatsächlich hatte die Webseite „Geo.tv“ das Bild für eine AFP-Meldung benutzt. Wir haben die Stelle im Text verändert. 

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