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Druschba heißt Freundschaft: Mit dem Zug nach Russland zur Völkerverständigung

Druschba heißt Freundschaft: Mit dem Zug nach Russland zur Völkerverständigung
Im Jahr 2016 hat Rainer Rothfuß erstmals eine „Friedensfahrt“ von Berlin nach Russland organisiert. Im vergangenen Jahr machten sich erneut Menschen auf den langen Weg, um für die Verständigung zwischen Deutschland und Russland einzutreten.

Das Motto der Fahrt im letzten Jahr lautete "Druschba", das russische Wort für "Freundschaft". Auch dieses Jahr organisieren Rainer Rothfuß und weitere Mitstreiter eine Freundschaftsfahrt nach Russland. RT Deutsch befragte ihn zu seinen Motiven und der Umsetzung des Vorhabens.

Sie planen in diesem Jahr wieder eine Freundschaftsfahrt nach Russland. Was erwarten die Mitreisenden? 

Dieses Jahr fahren wir aus einem ganz bestimmten Grund schon in der ersten Junihälfte nach Russland: Im Jahr 2018 findet erstmals in der Geschichte die FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft in Russland statt. Wir alle erinnern uns gerne an die WM 2006 in Deutschland zurück, die wir unter dem Motto "Die Welt zu Gast bei Freunden" feierten. Als "Freunde" wollen wir auch jetzt am 4. Juni nach Russland fahren und gemeinsam mit unseren russischen Nachbarn den größten Sport- und auch Medien-Event der Welt feiern.

Wir werden diesmal mit dem Zug anreisen. Das stiftet Gemeinschaft, ist umweltfreundlich und setzt sogar an der wertvollen früheren Tradition des ostdeutschen "Druschba-Zuges" an. Ab Moskau werden wir dann zunächst einmal in kleineren Gruppen in 15 sehenswerte Städte von St. Petersburg bis Grosny in Tschetschenien ausschwärmen. Pünktlich zum russischen Nationalfeiertag und der Eröffnung der Fußball-WM sind dann alle erwarteten rund 150 Teilnehmer zum gemeinsamen Programm zurück in Moskau.

Die Beziehungen zu Russland sind momentan belastet. Merken Sie das auch, zum Beispiel an einem geringeren Interesse?

Weil die WM für ein Land und für die Teilhabe eines Volkes an der internationalen Gemeinschaft so wichtig ist, werden auch jetzt im Vorfeld schon immense Kräfte losgetreten, um die normalerweise zu erwartende Annäherung der Welt an Russland möglichst zu torpedieren. Nur aus dieser geopolitischen Perspektive heraus lässt sich auch die bizarre Skripal-Affäre erklären, die punktgenau vor der Präsidentschaftswahl in Russland lanciert und jetzt durch Diplomatenausweisungen vieler Staaten auf die nächste Stufe eskaliert wurde.

Der ehemalige Professor für politische Geografie an der Universität Tübingen, der seit 2004 ein Friedensaktivist ist, hat 2016 und 2017 zwei erfolgreiche

Aus unserer Beobachtung nimmt mit dieser sinnlosen Zerstörung mühevoll wieder aufgebauten Vertrauens zwischen Ost und West das Kopfschütteln der ganz normalen Bürger über die Außenpolitik der westlichen Staaten zu. Die akute Gefahr einer weiteren Eskalation des Konflikts erhöht eher wieder das Interesse an Russland und auch an unseren Druschba-Fahrten. Die geringeren Anmeldezahlen waren absehbar, weil Anfang Juni niemand Ferien hat. Die WM als brenzlige geopolitisch Wegmarke einfach verstreichen zu lassen, kam aber für uns nie infrage.

Warum halten Sie die Freundschaftsfahrt in diesen Zeiten für besonders wichtig?

Das Einzige, was die westlichen Eskalationsbestrebungen gegenüber Russland derzeit noch aufhalten kann, sind viele engagierte Bürger, die gemeinsam ein auch medial unübersehbares Zeichen setzen. Diese Art von Bürgerbewegungen für friedliche Beziehungen zu unserem großen östlichen Nachbarn finden auch zunehmend Wiederhall im politischen Diskurs. Europa steht da kurz vor einem Durch- und Umbruch dank neuer politischer Bewegungen. Auch in den alten Parteien gärt es schon, wenngleich sie noch massiv mit ihren alten lähmenden Verkrustungen und Verpflichtungen zu kämpfen haben.

Wenn wir es mithilfe der gemeinsamen Anstrengungen vieler Tausender Menschen und Initiativen schaffen, den Frieden und die Vernunft über das Jahr 2018 hinaus zu retten, dann steigen meines Erachtens die Chancen auf eine langfristige Normalisierung der europäischen Ost-West-Beziehungen und das Tor öffnet sich für eine friedliche und prosperierende eurasische Entwicklung in Richtung Integration.

Danke für das Gespräch.

Die Anmeldung zum Druschba-Zug ist noch bis zum 9. April unter https://druschba.info/teilnehmerregistrierung/ möglich.

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