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Wegen Beteiligung an NATO-Atomübungen: Moskau lädt deutschen Militärattaché vor

Wegen Beteiligung an NATO-Atomübungen: Moskau lädt deutschen Militärattaché vor
Wegen Beteiligung an NATO-Atomübungen: Moskau lädt deutschen Militärattaché vor
Das russische Verteidigungsministerium hat Deutschlands Teilnahme an den Militärmanövern der NATO kritisiert, bei denen das Szenario der Anwendung nuklearer Massenvernichtungsmittel trainiert wird. Der Protest Moskaus wurde dem deutschen Militärattaché überbracht.

Im Gespräch mit dem deutschen Diplomaten, der am Freitag ins Ministerium einbestellt wurde, zeigte sich die russische Behörde entsetzt darüber, dass Deutschland als Land ohne eigene Atomwaffen Personal und die Luftwaffe für ein Szenario zur Verfügung stelle, bei dem die potenzielle Anwendung US-amerikanischer taktischer Nuklearwaffen geübt wird. Das Verteidigungsministerium beklagte, dass die Übungen grob gegen den Vertrag über die Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen verstoßen, und warnte ferner laut der Nachrichtenagentur TASS:

Solche Handlungen führen dazu, dass die Hemmschwelle für den Einsatz von Atomwaffen sinkt. Sie provozieren einen weiteren Anstieg der Spannungen zwischen der NATO und Russland und wirken sich negativ auf das Vertrauen in Europa aus.

Zuvor hatte Präsident Wladimir Putin bei der Plenarsitzung des Diskussionsklubs Waldai am Donnerstag die wichtige Rolle der Verträge zur Rüstungskontrolle betont, die die Welt vor einem Untergang bewahren. Ohne gewisse Einschränkungen im Wettrüsten gäbe es für die Menschheit keine Zukunft, sagte er.

Pyrokumulus – die Feuersturmwolke, die die Stadt Hiroshima nach dem ersten Atombombenabwurf der USA am 6. August 1945 verschlang

Die deutsche Luftwaffe trainiert mit NATO-Partnern mittlerweile die Verteidigung des Bündnisgebiets mit Atomwaffen. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa hat in dieser Woche eine geheime Bündnisübung mit dem Namen "Steadfast Noon" begonnen. Dabei wird unter anderem der Einsatz von Jagdbombern trainiert, die im Kriegsfall mit Nuklearwaffen bestückt werden könnten.

Ein Schauplatz der Übung ist in diesem Jahr der Fliegerhorst Nörvenich in Nordrhein-Westfalen. Er gilt als möglicher Ausweichstandort für die taktischen US-Atomwaffen vom Typ B61, die nach offiziell unbestätigten Angaben im rheinland-pfälzischen Büchel lagern.

In Büchel läuft derzeit gleichzeitig die Übung "Resilient Guard", bei der die Luftwaffe trainiert, den dortigen Fliegerhorst gegen einen möglichen Angriff zu verteidigen. Nach Angaben der Bundeswehr wird dazu unter anderem der Einsatz des Flugabwehrraketensystems Patriot in schwierigem Gelände geübt.

Die in Büchel stationierten B61 könnten im Rahmen der "nuklearen Teilhabe" in der NATO im Ernstfall auch von deutschen Tornados abgeworfen werden und dann zum Beispiel gegnerische Streitkräfte ausschalten. Weitere US-Atomwaffen sollen in Italien, Belgien, der Türkei und den Niederlanden lagern. An der aktuellen Übung sind zum Beispiel auch niederländische, belgische und italienische Kampfflugzeuge beteiligt.

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(TASS/dpa)

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