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Putin ruft nationalen Notstand aus: Tausende Tonnen Diesel aus sibirischem Kraftwerk ausgelaufen

Putin ruft nationalen Notstand aus: Tausende Tonnen Diesel aus sibirischem Kraftwerk ausgelaufen
Aus diesem Wärmekraftwerk sind rund 21.000 Liter Diesel ausgelaufen
Die Stadt Norilsk gilt als nördlichste Metropole und bedeutendste Nickelproduktionsstätte Russlands. Wegen eines Lecks in einem Kraftwerk sind dort mehrere Tausend Tonnen Diesel in die Natur gelangt. Präsident Putin stufte den Fall als nationalen Notstand ein.

Rund 21.000 Tonnen Diesel sind nach Behördenangaben aus dem Wärmekraftwerk nahe Norilsk in die Flüsse Daldykan und Ambarnaja ausgelaufen. Das Wasser in den Flüssen wurde purpurrot. Die Gesamtfläche der Verschmutzung beträgt etwa 100.000 Quadratmeter. Nach vorläufigen Angaben der russischen Umweltbehörde Rosprirodnadzor könnte der Schaden mehrere Milliarden Rubel betragen.

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Bereits am 29. Mai war das Leck entstanden. Der russische Präsident Wladimir Putin kritisierte die Behörden scharf, zu langsam reagiert und ihn nicht umgehend informiert zu haben. "Es ist notwendig, jetzt so schnell wie möglich zu reagieren – jetzt sofort", sagte er bei einer Besprechung mit den Behörden in Moskau. Putin erhöhte die zuvor für Norilsk ausgerufene Notlage zum nationalen Notstand.

Das Kraftwerk gehört zu Norilsk Nickel, einem der weltgrößten Nickelhersteller. Das Unternehmen betonte, die Lage sei unter Kontrolle. Das Leck sei entstanden, weil ein Tank beschädigt worden sei. Dieser sei von Stützen gehalten worden, die 30 Jahre im Einsatz waren und in den Boden absackten. Dutzende Mitarbeiter und auch Spezialisten seien bereits an der Reinigung der Flüsse und Wege beteiligt.

Das staatliche Ermittlungskomitee habe zudem eine Untersuchung wegen Umweltverbrechen und Zerstörung des Bodens eingeleitet, teilte die Behörde mit. Man sei erst auf das Leck aufmerksam geworden, als in der Nähe des Kraftwerks Öl auf der Fahrbahn entdeckt wurde. Zudem habe ein vorbeifahrendes Auto Feuer gefangen. Der Fahrer wurde nicht verletzt. 

Die Umweltschützer der Organisation WWF warnen vor einer Katastrophe. Mit speziellen Ölsperren habe man zwar die Ausbreitung eindämmen können, der WWF-Experte Alexei Knischnikow sagte jedoch: 

Das bedeutet aber nicht, dass die Giftstoffe nicht in das Wasser des nahe gelegenen Sees gelangt sind.

Diese könnten das sensible Ökosystem des Großen Arktischen Schutzgebietes gefährden.

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