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Verheerende Waldbrände wüten in Kalifornien – Wetterexperten geben keine Entwarnung

Verheerende Waldbrände wüten in Kalifornien – Wetterexperten geben keine Entwarnung
Verheerende Waldbrände wüten in Kalifornien – Wetterexperten geben keine Entwarnung
Seit Tagen wüten mehrere Waldbrände im US-Bundesstaat Kalifornien. Die Auswirkungen sind verheerend: Dutzende Häuser wurden bislang zerstört, Zehntausende Einwohner mussten vor den Flammen fliehen. Wetterexperten geben wegen starker Winde vorerst keine Entwarnung.

Die seit Tagen in Kalifornien wütenden Waldbrände haben am Wochenende Dutzende Häuser zerstört und Zehntausende weitere Menschen in die Flucht getrieben. Ein Brandherd bedroht nun die Stadt Santa Clara mit rund 165.000 Einwohnern. Ein Ende ist vorerst nicht in Sicht: Starke Windböen und eine niedrige Luftfeuchtigkeit sollen den Flammen bis einschließlich Montag ideale Bedingungen bieten.

Waldbrände in Kalifornien zwingen Tausende zur Flucht

Nachdem sich das sogenannte "Kincaid"-Feuer ausgebreitet hatte, ordneten die Behörden die Evakuierung eines großen Teils des Bezirks Sonoma an. Mehr als 80.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Die Anordnung betraf zunächst 14 Ortschaften. In der Nacht zum Sonntag wurde diese dann auf Sebastopol und Valley Ford ausgeweitet.

Für die nahe gelegene Stadt Santa Clara gaben die Behörden eine Warnung aus: Die rund 165.000 Einwohner sollten sich jederzeit für eine Evakuierung bereit halten.

In der Weinbauregion rund 120 Kilometer nördlich von San Francisco breiteten sich die Flammen auf eine Fläche von mehr als 100 Quadratkilometern aus. Nach Angaben der Behörden fielen 77 Gebäude den Flammen zum Opfer, weitere 23.500 waren bedroht. Mehr als 2800 Helfer bekämpfen das "Kincaid"-Feuer.

Aufnahme von den Bränden im bolivianischen Amazonasgebiet von San José de Chiquitos in Santa Cruz am 9. September 2019.

Wegen des sogenannten "Tick"-Feuers nahe der Stadt Santa Clarita in Südkalifornien mussten zwischenzeitlich 40.000 Menschen ihre Häuser verlassen. Am Samstag konnten viele Betroffene wieder zurückkehren. Bei dem Brand rund 50 Kilometer nördlich von Los Angeles wurden bislang 16 Gebäude zerstört und 18 weitere beschädigt. Eine Fläche von über 18 Quadratkilometern wurde verkohlt. Mehr als 900 Helfer waren Sonntagabend zur Bekämpfung dieses Feuers im Einsatz. Weder beim "Kincaid"- noch beim "Tick"-Feuer wurden bis Sonntagfrüh Tote oder Verletzte gemeldet.

Wegen der hohen Waldbrandgefahr begann der Energieversorger Pacific Gas & Electric (PG&E) am Samstagabend, fast einer Million Kunden in Nord- und Zentralkalifornien den Strom abzustellen. 940.000 Kunden müssten nach Angaben von PG&E bis Montag ohne Elektrizität auskommen. Bei starken Winden droht die Gefahr, dass Strommasten umstürzen oder Äste Leitungen abreißen und somit Feuer auslösen.

Gouverneur Gavin Newsom warf dem privaten Versorger PG&E vor, die Blackouts seien das Ergebnis von "jahrelanger Gier, jahrelangem Missmanagement". PG&E habe es versäumt, seine Anlagen zu modernisieren und sicherer zu machen, etwa durch Investitionen in unterirdische Kabel.

Der Nationale Wetterdienst warnte vor gefährlich starken Winden bei gleichzeitig niedriger Luftfeuchtigkeit bis Montag. Diese angesichts der Stärke und Dauer der Winde potenziell "historische" Kombination werde zur schnellen Ausweitung möglicher Brände führen.

Auch im mexikanischen Bundesstaat Baja California – mehrere hundert Kilometer weiter im Süden – wüteten Waldbrände. Am stärksten betroffen war die Gemeinde Ensenada an der Pazifikküste. Am Freitag waren bei Bränden in der Region drei Menschen ums Leben gekommen, vier wurden verletzt. Hunderte Soldaten waren zur Brandbekämpfung im Einsatz. (dpa)

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