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US-Präsident Trump: "US-Dollar wird stärkste Währung bleiben!"

US-Präsident Trump: "US-Dollar wird stärkste Währung bleiben!"
Symbolbild
Der US-Dollar steht unter Druck. Etliche Nationen arbeiten daran, ihn auszuhebeln. Für Trump selbst ist der US-Dollar überbewertet und schwächt daher die Binnenkonjunktur. Doch der US-Dollar ist und soll die "dominanteste Währung der Welt" bleiben.

Staaten wie etwa China und Russland setzen gemeinsam darauf, den US-Dollar im bilateralen Handel zu umgehen. Diese Entwicklung ist auch den willkürlichen und geopolitisch motivierten US-Sanktionen gegen Russland geschuldet.

Auf der Suche nach Alternativen zur US-amerikanischen Währung erwägt die russische Zentralbank auch die Gründung einer nationalen Kryptowährung. Um deren Volatilität berechenbarer zu machen, soll sie durch Gold gedeckt werden. Die Präsidentin der Zentralbank der Russischen Föderation, Elwira Nabiullina, unterstrich jedoch die Notwendigkeit, auch weiterhin den Handel in nationalen Währungen aufrechtzuerhalten und zu fördern.

Bis Ende Mai 2019 beliefen sich die offiziellen Gold- und Devisenreserven per auf 495,2 Milliarden US-Dollar. Dies ist eine Zunahme um 4,1 Milliarden US-Dollar gegenüber 491,1 Milliarden US-Dollar im April 2019.

Trotz der stets moderaten Töne, die US-Präsident Donald Trump zum Thema Russland findet, dürften ihn die aktuellen Entwicklungen nicht besonders erfreuen. Aktuelles Ziel seiner Missgunst sind dabei die sogenannten Kryptowährungen. Auf Twitter verkündete er:

Ich bin kein Fan von Bitcoin und anderen Kryptowährungen, die kein Geld sind und deren Wert sehr volatil und durch nichts gedeckt ist.

Außer Acht ließ der US-Präsident dabei offensichtlich, dass dies nach der Aufhebung des Goldstandards in der Natur auch klassischer Währungen liegt.

Nach Ansicht des Immobilienmoguls Trump bestehe zudem die Gefahr, dass Krypto-Aktiva "ungesetzliches Verhalten" erleichtern könnten, darunter den Drogenhandel. Dabei teilte Trump auch gegen die Absicht des Zuckerberg-Konzerns Facebook und dessen Absicht aus, eine eigene "virtuelle Währung" namens Libra auf den Markt zu werfen.

"Ebenso wird die 'virtuelle Währung' von Facebook Libra eine geringe Dauer und Zuverlässigkeit haben. Wenn Facebook und andere Unternehmen eine Bank werden wollen, müssen sie eine neue Bankcharta anstreben und allen Bankvorschriften unterliegen, genau wie andere Banken, sowohl nationale als auch ..."

Laut Trump sollte nicht nur die US-amerikanische Öffentlichkeit, sondern die gesamte globale Gemeinschaft stattdessen auf den "verlässlichen" US-Dollar setzen, da er mehr föderale Regelungen für Peer-to-Peer-Finanztransaktionen fordere.

Der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, warnte die US-Gesetzgeber in dieser Woche denn auch vor dem möglichen Schaden, den Libra anrichten könnte. "Libra wirft viele ernste Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre, der Geldwäsche, des Verbraucherschutzes und der finanziellen Stabilität auf", warnte Powell im Kongress und betonte, dass Libra nicht zugelassen werden darf, bevor diese Missstände behoben sind.

Sorgen bereitet dem Herrn im Weißen Haus zudem die Stärke des US-Dollars, denn dieser ist seiner Ansicht nach schlicht überbewertet. Dabei ist allseits bekannt, dass Trump kein großer Freund eines starken US-Dollars ist. Sieht er in diesem Umstand doch einen weiteren Grund dafür, dass die Vereinigten Staaten ein Leistungsbilanzdefizit aufweisen. Erklärtes Ziel des US-Präsidenten ist es daher, die US-Währung möglichst zu schwächen, dadurch die US-Exporte anzukurbeln und Importe entsprechend zu verteuern. Damit wäre nach Trumps Rechnung auch dem US-Binnenmarkt geholfen und die US-Position im Handelsstreit mit China gestärkt.

(Symbolbild)

Was da für viele Beobachter nicht ganz ins Bild passen mag, ist Trumps Ansinnen, das Image des US-Dollars als global stärkste Reservewährung aufzupolieren. So bezeichnete er die US-Währung als "dominanteste Währung der Welt":

Wir haben nur eine echte Währung in den USA, und sie ist stärker denn je, zuverlässig und verlässlich zugleich. Sie ist bei Weitem die dominanteste Währung der Welt, und das wird auch so bleiben. Man nennt sie US-Dollar!

Aktuell deutet vieles auf eine bevorstehende Abwertung des US-Dollars gegenüber den anderen international dominierenden Währungen hin. So gehen Finanzinstitute wie die Bank of America davon aus, dass der US-Dollar im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt um bis zu 13 Prozent überbewertet sei.

Jetzt gedenkt der US-Präsident, zwei neue Personen für die US-Notenbank zu nominieren, die seine Forderung nach niedrigeren Zinsen befürworten. Unter den neuen Günstlingen ist etwa Judy Shelton. Als Wirtschaftsberaterin des US-Präsidenten gilt sie unter anderem als Kritikerin der Federal Reserve. Zudem tritt Shelton für die Rückkehr zum Goldstandard ein.

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