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Trump begnadigt US-Soldaten, der irakischen Gefangenen tötete

Trump begnadigt US-Soldaten, der irakischen Gefangenen tötete
US-Soldat bewacht Zellen im Abu Ghraib Gefängnis, außerhalb von Baghdad, Irak, 5. Mai 2004.
Der vom US-Präsidenten Donald Trump begnadigte ehemalige US-Soldat wurde 2009 verurteilt, einen irakischen Gefangenen getötet zu haben. Die Haftstrafe wurde nach Berufung reduziert, und 2014 folgte eine Entlassung auf Bewährung. Unterstützung erhielt er von Politikern seines Bundesstaates Oklahoma.

Zur Begnadigung des ehemaligen Leutnants Michael Behenna aus Oklahoma unterzeichnete US-Präsident Donald Trump am Montag eine Exekutivgewährung der Gnade. Damit endete dessen Bewährungsstrafe, welche sonst bis zum Jahr 2024 gedauert hätte. Verurteilt wurde er wegen "unvorhergesehenen Mordes in einer Kampfzone". Der Getötete wurde vom US-Militär verdächtigt, ein Al-Kaida-Terrorist gewesen zu sein.

Julian Assange, Mitbegründer von WikiLeaks (auf dem Bildschirm), nimmt über einen Videolink der ecuadorianischen Botschaft in London an einer Pressekonferenz teil.

2009 wurde Behenna von einem Militärgericht zu 25 Jahren Haft verurteilt. Anschließend änderte das höchste Berufungsgericht des US-Militärs das Urteil. Man sah es als erwiesen an, dass Behenna aus Selbstverteidigung gehandelt habe. Seine Haftstrafe wurde auf 15 Jahre verkürzt und anschließend auf Bewährung umgewandelt. 

Während seiner Vernehmung hatte Behenna zugegeben, dass er sich den Anweisungen widersetzt hatte und den Gefangenen zu einem Kanaldüker einer Eisenbahn brachte. Dort zwang er ihn, sich zu entblößen, verhörte ihn zu einem Attentat, bei dem zwei Mitglieder von Behennas Zug getötet worden waren. Dabei richtete der US-Soldat seine Waffe auf den Iraker. Er habe schließlich abgedrückt, weil sich der Mann ihm genähert habe, und er fürchtete, dieser wolle ihm die Waffe entreißen. 

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, verwies auf das musterhafte Verhalten des Verurteilten während seiner Haftstrafe und die Unterstützung, welche er von Politikern aus Oklahoma erhalten hatte. Seit der Invasion des Irak durch US-Truppen im Jahr 2003 wurden die Städte Haditha, Hamandiya, Sadr City, Samarra und Ishaqi Synonyme für die Verbrechen an der irakischen Bevölkerung. Verurteilt wurden nur einzelne Soldaten niedriger Ränge.

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