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Was hat Trump Putin versprochen? Demokraten wollen seine Dolmetscherin vor dem Kongress verhören

Was hat Trump Putin versprochen? Demokraten wollen seine Dolmetscherin vor dem Kongress verhören
Hat Donald Trump in Helsinki heimlich Amerika hinter verschlossenen Türen an Wladimir Putin übergeben? Misstrauische Demokraten wollen die Wahrheit wissen und dafür die Dolmetscherin des Außenministeriums vor den Kongress bringen.

Die ersten direkten Gespräche zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin vom Montag wurden umgehend von den Kritikern in den Vereinigten Staaten zerfleischt. Der US-Präsident wurde als "Verräter" und "Putins Pudel" gebrandmarkt, wobei ihm politische Gegner und einige Mitglieder seiner eigenen Partei vorwarfen, er stünde "auf der Seite des Feindes".

US-Präsident Donald Trump spricht über sein Gipfeltreffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin,  17. Juli 2018.

Trump hat mit den Aussagen, die er während der Pressekonferenz nach dem Ende der Gespräche gemacht hat, vorhersehbar viel Staub aufgewirbelt. Aber was haben er und Putin eigentlich bei ihrem zweistündigen Treffen unter vier Augen besprochen? Einige Demokraten sind sehr scharf darauf, das herauszufinden, und schlagen vor, dass Trumps Dolmetscherin die Dinge aufklären sollte.

Übersetzerin steht seit Bush 43 in Diensten des Weißen Hauses

Als Erster hatte der Kongressabgeordnete Joe Kennedy III. diese Idee geäußert. "Trumps Übersetzerin sollte vor den Kongress kommen und umgehend Zeugnis darüber ablegen, was privat gesagt wurde", tweetete er, kurz nachdem sich der US-Präsident von Putin in Helsinki verabschiedet hatte.

Der Aufruf zur Vorladung der Dolmetscherin wurde auch von Senatorin Jeanne Shaheen aufgegriffen, die sagte, die Mitarbeiterin des Außenministeriums solle "enthüllen", was Putin und Trump vertraulich besprochen hätten, und helfen, zu ermitteln, was der US-Präsident "mit Putin in unserem Namen geteilt oder [was er ihm] versprochen hat".

Der Kongressabgeordnete Bill Pascrell schrieb anschließend einen Brief an die Führung des House Committee on Oversight and Government Reform und forderte diese auf, eine öffentliche Anhörung mit der bei den Gesprächen in Helsinki anwesenden US-Dolmetscherin anzuberaumen. Dies werde zeigen, was "hinter verschlossenen Türen" vereinbart wurde, schrieb er.

Die fragliche Dolmetscherin des Außenministeriums ist Marina Gross, die seit der Regierungszeit von George W. Bush die US-Delegationen nach Übersee begleitet. Würde sie vor den Kongress geladen, müsste sie unter Eid aussagen. Das bedeutet, dass Gross wegen Meineids verurteilt werden könnte, sollte sie lügen oder die Öffentlichkeit auf andere Weise irreführen.

Dolmetscher können sich auf Schweigepflicht berufen

Die Offenlegung privater Gespräche durch Dolmetscher verstößt allerdings in der Regel gegen Verhaltenskodizes von Berufsverbänden.

"Im Allgemeinen müssen alle Informationen, die vertraulich sind, vertraulich bleiben, auch wenn Sie ein Dolmetscher sind. Zum Beispiel erstreckt sich die anwaltliche Schweigepflicht auf den Dolmetscher", erklärte Judy Jenner, Sprecherin der American Translators Association, gegenüber The Hill. "Aber als diplomatischer Dolmetscher wissen Sie wahrscheinlich, wie prekär die Dinge sein können."

Die Vorstellung, dass Trump mit Putin hinter jedermanns Rücken schattige Gespräche führen könnte, treibt mehrere prominente Demokraten wie die Vorsitzende der demokratischen Fraktion im Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, und den Chef der CIA unter Barack Obama, John Brennan, um. "Warum traf sich Trump mit Putin unter vier Augen? Was könnte er vor Bolton, Pompeo, Kelly und der amerikanischen Öffentlichkeit verbergen?", twitterte Brennan, als die Gespräche in Helsinki begannen.

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